Samstag, 28. Februar 2015

Phase 4 - die letzten Tage in Goodyear

Nach den ereignisreichen letzten 2 Wochen folgt hier noch mal ein kurzes Update:

Wie bereits angedeutet, standen für mich letzte und vorletzte Woche die letzten Checkflüge hier in Phoenix für mich im "richtigen" Flieger an. Freitags ging es für mich in den 50er-Checkflug, der mich von Goodyear über Gila Bend in den Südosten von Goodyear führte. Von dort aus sollte es geplant eigentlich nach Coolidge gehen - da jedoch auch wieder Diversions auf dem Programm standen, kam ich dort gar nicht erst an, sondern sollte direkt nach Mesa Gateway fliegen, einem größeren kontrollierten Flughafen im Osten Goodyears. Nach einer Platzrunde dort standen noch einige Manöver an, ehe es zurück nach Goodyear ging. Der Flug lief richtig gut, sodass mein Prüfer mir schon 15 Minuten vor unserer Ankunft in Goodyear das positive Ergebnis verkündete. In diesem Moment fiel endlich die gesamte Anspannung, die sich in den letzten paar Tagen aufgestaut hatte, von mir ab und ich konnte dem Rest des Fluges recht entspannt entgegen blicken. Der 50er-Check gilt hier als der schwerste Checkflug im Rahmen des praktischen Trainings, sodass man mit einem gewissen Respekt daran geht, obwohl es eigentlich nichts Anderes als der 38er-Check ist - bloß die Toleranzen sind alle enger. Diesen Schritt hinter sich zu haben, bedeutet für viele von uns, dass der härteste Part geschafft ist.
Nach dem Wochenende war es dann so weit - der letzte Flug in der Bonanza stand für mich im Rahmen des PPL-Checks an. Zusammen mit einem Kurskollegen ging es für mich nach Marana im Südosten Goodyears, ein wenig nördlich von Tucson Intl. Airport. Während ich auf dem Hinweg noch mit schlechtem Wetter zu kämpfen hatte, welches dazu führte, dass ich meine Landungen zunächst auf einem Flughafen ein wenig nördlich von Marana gemacht habe, konnte mein Kurskollege in strahlendem Sonnenschein zurück nach Goodyear fliegen. In Marana selbst haben wir den Zwischenstopp genutzt, um im Airportrestaurant eine Kleinigkeit zu essen, ehe wir gewechselt haben. Nach dem Abstellen des Motors in Goodyear konnte unser Prüfer uns beiden dann endlich zum bestandenen PPL-Check gratulieren, sodass wir jetzt auch offiziell als Piloten gelten, wenn auch momentan nur für kleinere, einmotorige Maschinen. Dennoch haben wir somit unsere erste offizielle Lizenz erworben, welche es uns nun erlaubt, auch in Deutschland diese Maschinen zu chartern und ein wenig durch die Gegend zu fliegen. Sei es nun über dem Niederrhein oder auf die ein oder andere Nordseeinsel zum Eis essen - hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt und ich freue mich schon jetzt auf die ersten Stunden Zuhause im deutschen Luftraum!
Ein wenig Wehmut war natürlich schon dabei, dass das Kapitel Bonanza nun für mich auch vorbei ist - was jedoch bleibt, sind tolle Erinnerungen an die vielen Flüge, die ich mit diesem Flieger machen durfte. Das obligatorische Abschlussfoto nach dem letzten Flug durfte da natürlich nicht fehlen:

  Glücklich und zufrieden nach dem letzten Flug mit der Bonanza

Seit Mittwoch sitze ich nun täglich im Simulator, von einigen auch als "Dunkelkammer" oder "Kammer des Schreckens" tituliert. Dunkelkammer trifft es eigentlich ganz gut, da hier jetzt die letzten 2 Wochen nur noch Instrumentenflug trainiert wird - damit einher geht, dass es keinerlei Sicht nach draußen gibt. Für uns bedeutet dies, dass wir 1:30h nur auf Instrumente und eine weiße Leinwand starren - da war die Zeit im echten Flieger natürlich wesentlich spannender. Aber wie heißt es so schön? "Was muss, das muss!" - in diesem Sinne werden wir auch die letzten paar Tage hier noch irgendwie durchhalten. Nach kurzer Eingewöhnungszeit an die etwas eigenwillige Steuerung des Simulators geht allerdings auch das und mit nur noch 16 Tagen inklusive meines letzten Checks nähert sich die Phoenix-Zeit auch dem Ende. Zum Glück, meinen viele und auch ich freue mich nur noch auf Zuhause - spätestens nach dem 50er-Check fängt man an, die Tage bis zur Heimreise zu zählen.
In diesem Sinne dürfte das auch der vorletzte Post aus den USA sein - der letzte Eintrag folgt dann zum hoffentlich bestandenen Final Check, ehe die Koffer gepackt und die Zelte hier abgebrochen werden.

Montag, 2. Februar 2015

19er? - Checked, 38er? - Checked, 50er? - Approaching!

19er, 38er, 50er - was verbirgt sich hinter diesen Begriffen? Nun, hinter jeder dieser Zahlen verbirgt sich einer unserer Progress-Checks, anders ausgedrückt: jede dieser Zahlen steht für einen Checkflug, den wir im Verlauf unserer praktischen Ausbildung hier bestehen müssen, um im Training weiter Fortschritte machen zu dürfen. Wie bereits im letzten Eintrag angekündigt, stand der erste Progress-Check für einige aus unserem Kurs am 24. Dezember an - pünktlich zu Weihnachten.
Dieser erste Check nach gerade einmal 18 Flugstunden sollte die Solo-Reife von uns überprüfen - kurz gesagt, ob wir auch in der Lage seien, ein Flugzeug alleine in der näheren Umgebung zu führen. Mit der näheren Umgebung sind 3 Trainingsflughäfen gemeint, die alle im Umkreis von 25 Meilen um Goodyear liegen - Buckeye, Mobile und Glendale.
Alles in allem war also die sonst so besinnliche Vorweihnachtszeit eher vom "Prüfungsstress" geprägt, da natürlich jeder von uns sich in die Vorbereitung für den ersten Check gestürzt hat - wollte doch keiner von uns einen Re-Check herausfordern. So kam es, dass einige von uns an Heiligabend morgens früh im Dispatch auf ihre jeweiligen Checkpiloten warteten, mit der Hoffnung nach weiteren 2-3h für den Alleinflug freigegeben zu werden. Nachdem also unser Checkpilot noch einige Fragen zum Flugverlauf und allgemeine Fragen gestellt hatte, ging es für mich auch schon in den Flieger. Zunächst ging es von Goodyear nach Südwesten in eins unserer Trainingsgebiete, wo unter den wachsamen Augen des Checkers einiges an "Airwork" vorgeflogen werden musste - hierzu zählen unter anderem Manöver am unteren Speed-Limit, Steilkurven mit 45 Grad Querneigung, sowie Strömungsabrisse, die sicher überwunden werden mussten. Im Anschluss an diesen Teil standen einige Platzrunden an unserem Trainingsflughafen in Buckeye an, wo unter anderem auch sogenannte Glide-Approaches geflogen wurden. Im Unterschied zu normalen Anflügen wird hier ein steileres Profil geflogen, um die notwendige Geschwindigkeit für den Anflug aufrecht zu erhalten, da wir ohne jeglichen Schub bei diesem Manöver fliegen. Die besondere Herausforderung bei diesem Manöver besteht also darin, Entfernungen, Geschwindigkeiten und natürlich die Reichweite des Flugzeugs sicher und vor allem richtig einzuschätzen, um die Piste überhaupt erreichen zu können. Im ersten Check gilt das Manöver als erfolgreich, wenn wir die Piste erreichen und auf ihr ohne Bremsen vor dem Ende zum Stillstand kommen können. Nach insgesamt drei Platzrunden ging es dann auch schon zurück nach Goodyear, wo mir mein Checkpilot bereits nach der Landung das positive Ergebnis verkündete. Perfekt gelaufen ist der Flug beileibe nicht, aber es war alles im Rahmen, wie man es nach etwa 18 Flugstunden erwarten konnte, sodass ich erschöpft, aber zufrieden die Weihnachtsfeiertage beginnen konnte.
Für den Großteil unseres Kurses ging es noch am selben Tag nach Las Vegas, wo wir die Feiertage verbracht haben. Neben den einschlägigen Attraktionen und Spielhöllen war der Besuch einer Show der Blue Man Group das Highlight der Feiertage dort. Viel zu schnell waren die Feiertage allerdings auch schon wieder vorbei, sodass es wieder zurück nach Goodyear ging - allerdings nicht, ohne auf dem Rückweg noch einen Abstecher zum Hoover-Dam zu machen. Ob sich die Wartezeit, die wir im Stau dorthin verbracht haben, tatsächlich gelohnt hat, lasse ich mal offen - beeindruckend ist der Damm an sich schon, aber ob man dafür 2-3h warten will, muss jeder für sich selbst entscheiden...

Zurück von unserem Roadtrip stand nun das Ereignis vor der Tür, welches für nahezu jeden Piloten auf eine gewisse Art und Weise wegweisend ist - der erste Alleinflug! Bevor ich jedoch ganz alleine abheben durfte, flogen mein Teampartner Julian und ich mit unserem Fluglehrer nach Buckeye, wo sich Mark noch einmal davon überzeugte, dass ich nicht mit dem falschen Fuß aufgestanden war - nach insgesamt 3 Platzrunden gab es dann von rechts ein "whenever you feel ready, take the next exit to the left". Ohne lange zu zögern, entschied ich für mich persönlich, dass es an der Zeit war, diesen Flug in Angriff zu nehmen. Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, ich übernahm die alleinige Verantwortung für "mein" Flugzeug, meine Rückversicherung, die bisher immer rechts neben mir saß und stets eingreifen konnte, trat den Rückzug an:


 Nach einem kurzen Test seines tragbaren Funkgerätes machte ich mich also auf den Weg zur Startbahn - ein kurzer Blick nach rechts bestätigte mir noch einmal, dass ich tatsächlich alleine war. Nun war ich also auf mich gestellt, mindestens 3 Platzrunden galt es sicher zu absolvieren - die Zeit reichte bei mir sogar für weitere zwei Runden in der Luft, bevor ich wieder zurückkehren musste, mit dem breitesten Grinsen, was ich in dem Moment zustande bringen konnte. Es ist einfach ein unglaubliches Gefühl, bereits nach nur 18 Flugstunden die alleinige Verantwortung für die Maschine übertragen zu bekommen - das erste Mal Schub zu geben ohne Kommentare von der rechten Seite ("Right Rudder!") wird sicherlich niemand von uns so schnell vergessen!

In Folge dessen standen für die nächsten Tage dann einige weitere Alleinflüge an - stets im Wechsel mit sogenannten Cross-Country Flügen, die aus unserer gewohnten Umgebung herausführten. Diese Flüge dauerten stets 2:10h, sodass wir pro Flug etwas mehr als 200 Meilen zurücklegen konnten und auch einmal andere Flughäfen zu Gesicht bekamen. Abgesehen von der Entfernung steigerte sich für uns damit auch die Arbeitsbelastung - alles, was über 50 Meilen entfernt ist, erfordert eine gewissenhafte Flugplanung. Hierzu zählen nicht nur Wetterbedingungen, sondern auch die erforderlichen Kurse, die eingehalten werden müssen, um gewisse Landmarken nach einer gewissen Zeit zu passieren - hinzu kommen natürlich die Gedanken, die man sich machen sollte, wenn man neue, unbekannte Flughäfen anfliegt. Hier ist neben Verkehrsaufkommen, aktuell benutzter Start-/Landebahn und Wetter der Einflug in die Platzrunde mit das Wichtigste, was man sich überlegen sollte. Ebenso gilt es natürlich zu beachten, dass man rechtzeitig mit seiner Anflugvorbereitung, sprich Sinkflug, Anflug-Briefing etc. beginnt, um nicht am Ende völlig unvorbereitet seinen Anflug durchzuführen und sich dann zu wundern, warum gar nichts mehr funktioniert. Wie sich jeder vorstellen kann, waren die ersten paar Flüge ein pures Chaos - zunächst einmal musste sich jeder von uns an die neuen Gegebenheiten gewöhnen, wobei mit jedem Flug mehr und mehr Routine in die Flüge einkehrte. Die wohl größten Herausforderungen kamen wenige Flüge später - sogenannte Diversions. Diversions sind nichts anderes, als Abweichungen von der geplanten Flugroute oder dem geplanten Zielort - Gründe hierfür können neben unerwünschten Wettererscheinungen auch Unwohlsein von Passagieren oder Crew sein und natürlich die Laune des Fluglehrers. Da Diversions einen wichtigen Teil des 38er-Checks ausmachen sollten, wurden diese neben Triebwerksausfällen irgendwo im Nirgendwo bis zum Erbrechen trainiert. Gegen Ende wurden jedoch auch diesem mit einer Routine erledigt, dass jeder von uns mit einem guten Gefühl in den kommenden Checkflug gehen konnte. Hierzu sei gesagt, dass man bloß nicht verzweifeln sollte, wenn es mal nicht so gut läuft und von rechts vielleicht ein "you messed it up!" kommt - auch ich hatte mal so einen Tag und ich kann sagen, dass ich aus genau diesem Tag das Meiste gelernt habe. Aufstehen, weitermachen! Die Steigerungen, die sich innerhalb kürzester Zeit bei einem einstellen, sind wirklich enorm - man sollte bloß niemals aufgeben.
So ging ich mit einem guten Gefühl in meinen 38er-Check, den ich vergangenen Donnerstag absolvierte. Tags zuvor holte ich mir bei meinem Checkpiloten und Teamleiter meine zu planende Route, da im Gegensatz zum vorangegangenen Check dieses Mal eine Route von Seiten des Checkers vorgegeben wurde. Für mich ging es aus Goodyear zunächst nach Mesa-Gateway, anschließend Richtung Süden mit ein wenig Airwork und anschließend als Diversion von einer Position nahe Stanfield nach Gila Bend. Dort wurde neben einer normalen Platzrunde auch wieder wie im ersten Check ein Glide-Approach geflogen. Im Gegensatz zum ersten Check sind natürlich die Kriterien nun nicht mehr die selben gewesen - statt nur die Piste zu treffen und zu stoppen, galt es nun innerhalb der Touchdown-Zone aufzusetzen. Idealerweise sollte man beim 1000-Fuß Punkt aufsetzen - dieser ist durch einen dicken weißen Balken jeweils links und rechts der Mittellinie gekennzeichnet. Nachdem mir auch dies gelungen ist, stand nur noch der Rückweg nach Goodyear an - bereits hier wurde mir das positive Ergebnis unter Vorbehalt verkündet, sollte ich mir keinen groben Schnitzer auf dem Weg nach Hause leisten. Somit fiel auch die restliche Anspannung ab und ich konnte den Rückweg schon fast ein wenig genießen. Mit diesem bestandenen Checkflug geht es fortan für mich auch alleine auf "große Reise" - insgesamt 3 Cross-Country Flüge stehen an, die ohne Fluglehrer geflogen werden sollen. Den ersten davon werde ich morgen im Süden Arizonas verbringen, während ich mir die anderen beiden dann für den Norden aufhebe - vorzugsweise die Gegend um Lake Havasu würde ich noch gerne erkunden, landschaftlich endlich mal was anderes, als nur die trostlose Wüste im Süden. Zusammen mit unserem Fluglehrer haben wir schon mal ein wenig den Norden erkundet, landschaftliches Highlight war hier ganz sicher Sedona mit seinem "Plateau-Flughafen", der fast schon wie ein Flugzeugträger aus der Landschaft ragt - eingerahmt von roten Felsen. Fliegerisch ist dieser Flughafen so ziemlich die größte Herausforderung, die uns hier geboten wird und ich freue mich schon darauf, selbst dort hoffentlich in der kommenden Woche anfliegen zu dürfen, statt nur vom Rücksitz zu beobachten. Allerdings hätte ich dann natürlich nicht die Gelegenheit gehabt, diese beeindruckende Aussicht festzuhalten:


Approaching RWY 03, Sedona


 Pünktlich zum Sonnenaufgang verlassen wir GYR


Phoenix Deer Valley - die erste Etappe unseres Fluges



Final Approach at Payson



Sedona von oben


Neben dem ersten Solo-Cross Country stehen diese Woche auch unsere ersten Nachtflüge an - langweilig wird es fliegerisch also in den kommenden Tagen ganz sicher nicht und auch die Heimreise rückt langsam aber sicher immer näher. 2/3 unserer Zeit hier sind mittlerweile schon rum, in gut 2-3 Wochen kommen dann der 50er-Check und der Lizenzcheck für unseren Privatpilotenschein - die erste richtige Lizenz, die wir im Laufe der Ausbildung erwerben und die uns dazu berechtigt, auch Zuhause dann den Luftraum alleine unsicher zu machen. Warten wir mal ab, was die restliche Zeit hier noch für uns alle bereit hält - zunächst einmal freue ich mich auf Besuch aus der Heimat, der dann in gut zwei Wochen hier vorbeischaut.
Wie immer gilt, wenn es irgendwelche Fragen oder Anregungen zum heutigen Beitrag gibt, nur zu!
Over and out!

Montag, 15. Dezember 2014

Fliegen lernen in der Wüste - Phase 1

Seit fast einem Monat bin ich mittlerweile hier im Airline Training Center Arizona, doch wirklich Zeit zum Bloggen habe ich bis heute nicht gefunden. Grund dafür ist, dass uns die Fliegerei hier doch ziemlich auf Trab hält und die freien Tage auch einfach viel zu wertvoll sind, um sich zu erholen, statt vor dem Laptop zu sitzen.
Aus diesem Grund habe ich mich bisher auch nicht zu Wort gemeldet, dafür wird der heutige Eintrag dann ein wenig länger.
Wie bereits im letzten Eintrag angedeutet, bin ich im Gegensatz zur Mehrheit unseres Kurses 3 Tage eher in die USA geflogen, genauer gesagt nach San Francisco. Gemeinsam mit 2 Kurskollegen ging es am 15. November früh morgens von Düsseldorf aus nach Frankfurt, von wo aus wir dann die Reise nach Kalifornien antraten. Gegen 10:00 Uhr ging es los, pünktlich wie es sein sollte und dank eines kräftigen Rückenwindes waren wir knapp 1h eher als geplant am Ziel. Mit 9h Zeitdifferenz zu Deutschland hatten wir praktisch "nur" 3h verloren, sodass wir noch den gesamten Nachmittag in San Francisco hatten. Gewohnt haben wir für die 3 Tage in Berkeley, also ein wenig außerhalb der Stadt, bei einem Bekannten meines Kurskollegen. Am nächsten Tag stand Sightseeing an, sodass wir uns mit Fahrrädern bewaffnet auf den Weg in Richtung Stadt machten und den gesamten Tag genutzt haben, um so viel wie nur irgendwie möglich von San Francisco zu sehen. Sehr viel mehr wäre wohl auch nicht drin gewesen, alles in allem waren wir gut unterwegs, sodass wir abends wie tot ins Bett fielen. Den nächsten Tag verbrachten wir zu Fuß und erkundeten China Town, sowie einige andere Dinge, die wir am Vortag nicht mehr geschafft hatten, bevor wir abends praktisch schon wieder unsere Sachen packen konnten, da es am Folgetag bereits nach Phoenix gehen sollte, um mit dem Rest unseres Kurses zusammenzutreffen.
Auch, wenn die 3 Tage eher anstrengend und nicht wie Urlaub waren, ist San Francisco absolut eine Reise wert - 3 Tage hingegen sind wirklich zu wenig. Die Stadt bietet so viel, dass man sich schon eine Woche nehmen sollte.


Angekommen in Phoenix verbrachten wir die ersten paar Tage damit, Administratives zu erledigen. Hierzu zählten unter anderem die Uniformausgabe, viele, viele, viele Fingerabdrücke, der Antrag für einen amerikanischen Führerschein und nicht zuletzt der Erwerb eines Autos. Bedingt durch die Tatsache, dass derzeit keine NFF-Kurse abreisen, mussten wir außerhalb nach Fahrzeugen suchen, sodass wir in den ersten Tagen auch damit noch alle Hände voll zu tun hatten. Letztenendes hatte meine Gruppe Glück und bereits das erste Auto, was wir uns ansahen, hat uns zugesagt, sodass wir bereits am Folgetag dort wieder aufschlugen und unseren Neuerwerb abholten. Für die kommenden Tage stand damit das Programm fest: Fahrzeug versichern, anmelden etc.
Schulisch standen nach knapp 1 Woche die ersten Unterrichtseinheiten im Simulator an - jeder von uns musste zunächst einmal 2h im SIM verbringen, ehe wir im echten Flugzeug Platz nehmen durften. Noch vor Thanksgiving war es dann allerdings soweit: die erste "richtige" Flugstunde stand an - der Moment, auf den wir alle seit 6 Monaten (oder noch viiiiieeeel länger!) hingearbeitet haben. Ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man zum ersten Mal in dieses Flugzeug steigt, zur Startbahn rollt und abhebt - vor allem, wenn man selbst in einem gewissen Maße die Kontrolle übernimmt. Natürlich alles unter den wachsamen Augen des Instructors und mit Unterstützung, aber trotzdem ist das ein Moment, den man so schnell nicht vergessen wird.


Bonanza 5581T - nach meiner ersten Landung in Goodyear

Spätestens nach diesem Flug wusste ich wieder, wofür ich mich die letzten 6 Monate durch Papierberge an Theoriematerial gequält habe - DAS war es, worauf ich seit Jahren hingearbeitet habe. Viele sagen, Fliegen mache süchtig - ganz falsch liegen sie damit nicht unbedingt. Eine Flugstunde später kam dann allerdings die Krönung - nachdem unser Fluglehrer bereits in den Urlaub gegangen war, hat mich der Ersatzlehrer die Maschine völlig ohne Hilfe alleine landen lassen. Ganz fassen konnte ich das irgendwie nicht - 2 Flugstunden und ich landete die Maschine sicher und ohne Hilfe?! "Völlig absurd!" hätte ich gesagt, wenn mir das jemand vorher unterstellt hätte. Nach dieser Flugstunde war allerdings dann leider 1 Woche "Zwangspause" - das lange Thanksgiving-Wochenende stand an, 6 freie Tage, die unser Kurs für einen Roadtrip zum Grand Canyon und an die Westküste mit Los Angeles und San Diego genutzt hat. Zumindest am Canyon hielt sich das Wetter leider etwas bedeckt, sodass die Bilder eher grau in grau gehalten sind, aber beeindruckend war es natürlich trotzdem.


Von dort aus ging es dann mit 1 Zwischenstopp weiter an die Küste, wo wir es uns natürlich nicht nehmen ließen, in Los Angeles einen Blick auf Hollywood und den Walk of Fame zu werfen, bevor es dann auch für 3 Tage an den Strand in San Diego ging.




 
Nach dem Roadtrip begann dann auch wieder der Ernst des Lebens, oder besser gesagt der Spaß des Fliegens. Ohne größere Verzögerungen ging es somit bis heute weiter, immer im 4-2 Rhythmus, sprich 4 Tage Dienst mit 2 freien Tagen im Anschluss. Mittlerweile kommt jeder bei uns auf etwa 12 Flugstunden, in denen wir uns neben alltäglichen Flugmanövern und Platzrunden auch mit außergewöhnlichen Situationen wie Strömungsabrissen, Steilkurven, Triebwerksausfällen und damit verbundenem Segelflug, sowie weiteren Dingen auseinander setzen mussten. In der kurzen Zeit, in der wir erst hier sind, wird also ein recht straffes Programm durchgezogen, welches kontinuierliches Vor- und Nachbereiten von jedem Einzelnen fordert. Bisher sieht es so aus, als würden fast alle von uns das wohl größte Ziel eines angehenden Piloten noch dieses Jahr erreichen - den ersten Alleinflug!
Der Plan sieht vor, dass alle, die mit ihren Missionen im Zeitrahmen liegen, wohl an Heiligabend den Checkflug bestreiten dürfen, der Vorraussetzung für unsere Solo-Phase ist. Warten wir mal ab, ob es dabei bleibt - wenn ja, wäre das durchaus ein tolles Weihnachtsgeschenk für uns alle.
Für die kommenden Tage stehen dann zum Glück wieder "richtige" Flugstunden statt Simulator auf dem Plan und zum Ende unserer Arbeitswoche freuen wir uns schon darauf, endlich unseren Nachfolgekurs hier in Phoenix gebührend in Empfang nehmen zu können!

Bis dahin heißt es aber zumindest morgen wieder "Bonanza 1564A, left downwind departure approved, runway 03, cleared for take-off!" - in diesem Sinne bis zum nächsten Mal!

Freitag, 7. November 2014

Interne 1 - Done!

So schnell können fast 6 Monate vergehen - heute war der letzte Prüfungstag der ersten Theoriephase und im Anschluss gab es direkt die erfreuliche Nachricht: Alles bestanden!

Für mich heißt das nun, dass ich mich morgen auf den Weg in die Heimat mache und Bremen damit für das nächste halbe Jahr den Rücken kehre.
So kann ich noch 1 Woche daheim mit meiner Familie und Freunden verbringen, bevor es bereits nächsten Samstag für einen Kurskollegen und mich über Frankfurt nach San Francisco geht. Dort werden wir noch 3 Tage verbringen und unsere freie Zeit auskosten, bevor es am 18. dann mit dem gesamten Kurs nach Phoenix geht, wo wir zum ersten Mal ein Flugzeug selber steuern werden.
Die Vorfreude und Aufregung steigt mit jedem Tag, doch bis es soweit ist, genieße ich die noch verbleibende Zeit im Familien- und Freundeskreis, ehe ich dieses nächste Abenteuer angehe.

Der nächste Bericht folgt aus einer wesentlich westlicheren Position als bisher. :)

Sonntag, 19. Oktober 2014

413.NFF on final

Das Letzte Update ist schon einige Zeit - das liegt vor allem daran, dass es bei uns langsam wirklich ernst wird. Lediglich 8 Schultage liegen noch vor uns, bevor es für uns in die ersten internen Prüfungen geht. Dieser dreitägige Prüfungsmarathon stellt für uns alle dann hoffentlich den Abschluss unserer ersten Theoriephase da, bevor es für uns nach Phoenix geht, wo wir zum ersten Mal das Gelernte in der Praxis anwenden dürfen. Doch was ist alles seit dem letzten Eintrag passiert?

Zunächst ging es im August für uns alle in Kleingruppen nach Frankfurt zur dortigen amerikanischen Botschaft, um ein Visum für unseren Phoenix-Aufenthalt zu beantragen. Zusammen mit einem Kurskollegen habe ich die Gelegenheit genutzt und mich für einen Freitag beurlauben lassen, um das Wochenende etwas zu verlängern. Dadurch, dass wir den ganzen Papierkram bereits vorher erledigt hatten, beschränkte sich der Botschaftsaufenthalt lediglich auf das Nehmen von Fingerabdrücken und ein kurzes Interview zu unserem Aufenthalt in den Staaten. So kam es, dass wir kaum 20 Minuten später die Botschaft bereits wieder verlassen konnten - da wir den Wagen allerdings für 3h gebucht hatten, haben wir noch die restliche Zeit genutzt und sind ein wenig im Frankfurter Raum durch die Gegend gefahren, bevor wir uns auf den Heimweg gemacht haben.

Die nächste "Hürde", die es zu nehmen galt, war das "Beschränkt gültige Sprechfunkzeugnis für den Flugfunkdienst" oder auch kurz "BZF". Hierfür waren 4 Unterrichtsstunden veranschlagt, in denen wir die Regeln für den Flugfunk unter Sichtflugbedingungen auf deutsch und englisch üben sollten, bevor es für uns zur Bundesnetzagentur ging, wo wir alle erfolgreich die Prüfung abgelegt haben. Die Prüfung an sich ist in 3 kleine Tests unterteilt: zunächst gab es 100 Fragen zur Theorie, die alle bekannt sind. Anschließend folgte ein kurzer Text auf englisch, den es vorzulesen und zu übersetzen galt, bevor der Praxisteil mit jeweils einem simulierten An- und Anflug stattfand.

Als nächste Prüfung stand dann noch das "Language Proficiency Exam" nach den ICAO-Vorgaben an, bei dem wir unter Beweis stellen mussten, dass unser Englisch ausreichend für den internationalen Sprechfunkverkehr ist. Auch hier sind die meisten von uns ohne große Probleme durchgekommen, sodass die nächste Hürde auch die letzte Hürde ist: die internen Prüfungen vom 5. bis zum 7. November.

Langsam wird es also wirklich ernst, die Freizeitaktivitäten sind mittlerweile auf ein Minimum geschrumpft. Stattdessen verbringen wir fast jede freie Minute vor unseren Skripten oder vor dem Laptop, um uns mit (möglichen) Prüfungsfragen vertraut zu machen. Nach bisherigem Stand haben wir von den 14 Fächern, in denen geprüft wird, 10 bereits vollständig abgeschlossen. Der Rest folgt dann in den nächsten paar Tagen. Den Großteil davon habe ich bereits mindestens 1-2x wiederholt, lassen wir uns überraschen, wie effektiv die Vorbereitung am Ende war. Hoffen wir für uns alle einfach mal das Beste, in knapp 3 Wochen wissen wir mehr.

Bis dahin heißt es "klicken bis die Finger bluten!" und Skripte wälzen, bis der Arzt kommt...

Sobald dann alles an Prüfungen gelaufen ist, gibt es nochmal ein kurzes Update, bevor ich mit 2 Kurskollegen bereits 3 Tage eher als der Rest nach San Francisco aufbreche, um dort noch ein wenig Fernweh zu bekämpfen und den Kopf freizubekommen, damit wir anschließend voller Elan in unserer Praxisphase durchstarten können.

In diesem Sinne bis bald!


Vielen Dank auch noch einmal an Martin, der mit unserem Kurslogo, wie ich finde, eine hervorragende Arbeit geleistet hat!

Dienstag, 29. Juli 2014

Destination Lufthansa

Die Hitzewelle über Bremen dämpft den Lerneifer an manchen Tagen beträchtlich. Selbstverständlich fällt es wesentlich schwerer, sich bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 30 Grad Celsius an den Schreibtisch zu setzen und zumindest ein wenig Lerndisziplin zu wahren. Auch die Freude über den bestandenen Starter Course ist bereits verflogen - nach dem Lernen ist bekanntlich vor dem Lernen und der Starter Course war ein geradezu winziger Schritt im Vergleich zu den Prüfungen, die noch folgen werden. Dementsprechend hoch ist der Lernaufwand und entsprechend sinkt die Freude über stets neu ausgeteilte Skripte vor dem Hintergrund, dass all dieses "gebündelte" Wissen spätestens bis nächstes Jahr im September in unseren Köpfen verankert sein will.

Eine willkommene Abwechslung zum alltäglichen Lern- und Schultrott war die Veranstaltung letzte Woche unter dem Decknamen "Destination Lufthansa". Nicht nur, dass wir an diesem Tag etwas näher an das Unternehmen herangeführt werden sollten durch verschiedene Vorträge und dadurch gewährte Einblicke - auch unseren Kurspaten sollten wir an diesem Tag kennen lernen. Nach einigen einleitenden Worten seitens des Leiters der Nachwuchsgewinnung und Kapitän auf der A380 folgte die Vorstellung unseres Paten - einigen dürfte der Flugbetriebsleiter der Lufthansa Cargo ein Begriff sein. Sollte dies nicht der Fall sein, verweise ich an dieser Stelle einfach mal auf dieses Video von Pilotseye:


Doch wofür gibt es eigentlich einen Paten? Sven, aus dem 411. NFF, hat dies hier recht deutlich veranschaulicht, deshalb möchte ich das an dieser Stelle nicht weiter vertiefen. Grundsätzlich soll er uns als Verbindung oder Kontakt in den Flugbetrieb bei Fragen, Problemen oder Sonstigem mit Rat und Tat zur Seite stehen. Warten wir mal ab, was die Zeit in dieser Hinsicht so mit sich bringt - auf Probleme allerdings wollen wir natürlich verzichten...

Inhaltliches Highlight dieses Tages war jedoch der dreistündige Vortrag eines ausgeschiedenen Personalchefs der Lufthansa, der praktisch einen geschichtlichen Querschnitt der Lufthansa für uns vorbereitet hatte. 30 Grad ohne Klimaanlage nach dem Mittagessen und 3h Vortrag - klar, klingt erst einmal gar nicht so gut. Dachte ich mir jedenfalls auch, ich hatte begründete Zweifel an meiner Konzentrationsfähigkeit und da war ich sicherlich nicht der Einzige. Offensichtlich habe ich mich damit gewaltig getäuscht - ich hätte niemals gedacht, dass Geschichte tatsächlich in dieser Hinsicht doch interessant sein kann und auch nach 3h war das Interesse noch genauso hoch wie zu Beginn des Vortrages. Hut ab, hätte ich nicht gedacht! Spricht für einen guten Vortrag.

Zum krönenden Abschluss des Tages wurde dann samt Kurspaten, Theorieleiter, dem Ex-Personalchef und unserem Rekrutierungsleiter zu einem gemeinsamen Abendessen in der Bremer Altstadt eingeladen. Ein Abend, den wir alle sicherlich genossen haben - nicht nur wegen des guten Essens. Auch das Ausbrechen aus dem sonst so alltäglichen Lernalltags hat uns allen mal gut getan. Uns allen sollte an diesem Tag noch einmal klar geworden sein, warum wir eigentlich bei Lufthansa fliegen wollen - einem Unternehmen, welches seit der Gründungszeit bereits durch einige Krisen gegangen ist. Erfolgreich, wohlgemerkt - im Gegensatz zu so vielen Firmen, denen in den letzten Jahren das Wasser immer mehr bis zum Hals gestiegen ist. Uns allen wurde an diesem Tag nach knapp 2 Monaten an der Schule noch einmal ein richtiger Motivationsschub gegeben. Ein Schub, der sicherlich den ein oder anderen wieder aus einem Motivationstief, welches durch diverse Seiten und Berge an Skripten geschaffen wurde, herausgeholt wurde. Genau aus diesem Grunde ist die Veranstaltung bewusst auf diesen Zeitpunkt gelegt - ein Zeitpunkt, an dem es an der Schule schon einen gewissen Gewöhnungseffekt gegeben hat und Normalität eingekehrt ist. Ein Zeitpunkt, an dem die Begeisterung langsam auf ein normales Maß zurückgeht und der Lerneifer nachlässt...

Dieser Tag dürfte uns allen noch lange im Gedächtnis bleiben, schloss er am Ende doch mit der Frage:

"Warum wollen Sie eigentlich Piloten werden?"

"Weil es einfach der beste Job auf der Welt ist!" 

folgte aus der letzten Reihe von unserem Kurspaten und er hat absolut Recht. Wir alle haben dieses eine, lohnende Ziel vor Augen: einen Cockpitarbeitsplatz im Lufthansa-Konzern - dieses Ziel ist die Arbeit und Mühen, die noch vor uns liegen, ganz sicher mehr als wert!

Mittwoch, 25. Juni 2014

Auf zu neuen Ufern

Der Startercourse ist vorbei und bestanden - kurzfristige Erleichterung machte sich breit, als die Ergebnisse feststanden. Die nächste Prüfung steht somit vorausichtlich erst in 2-3 Monaten an, wenn es um die ICAO-Sprachprüfung geht, darauf folgend dann das erste von zwei Funksprechzeugnissen. Von da an ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zu den ersten internen Prüfungen, mit denen wir unsere erste Theoriephase abschließen werden.
Klingt grundsätzlich erst einmal so, als wäre dies alles noch in weiter Ferne und das Leben würde etwas ruhiger werden - weit gefehlt! Natürlich ist es nicht so, dass uns die nächste Prüfung unmittelbar im Nacken sitzt, dennoch wird die Stoffmenge und -komplexität von Tag zu Tag größer.
Aktuell haben wir 6 verschiedene Fächer parallel, während wir zu Startercourse-Zeiten bei gerade einmal 3 waren. In kürzester Zeit wuchs der Themenbereich auf das Doppelte und auch das Arbeitspensum nimmt im Vergleich zum Starter Course eher noch zu. Derzeit widmen wir uns (meistens!) voller Eifer den Fächern Luftrecht, Elektrotechnik, Human Performance, Meteorologie, General Navigation & Aerodynamik.


Jeder arbeitet und lernt, wie wir ja bereits in Human Performance gelernt haben, auf seine Weise - dementsprechend gestaltet sich natürlich auch immer der persönliche Lernaufwand. Während die einen sämtliche Inhalte sich noch einmal zusammenfassen und damit lernen, erstellen andere sich Karteikarten zum Lernen oder beschäftigen sich direkt mit dem offiziellen Trainingsprogramm - hier muss und wird sicher noch jeder ein wenig experimentieren, bis wir alle "unseren" Weg gefunden haben, wie wir am besten mit diesem Pensum klarkommen. Der Startercourse war sicherlich an dieser Stelle für den ein oder anderen ein guter Fingerzeig.
Thematisch am interessantesten ist für mich persönlich derzeit Aerodynamik (Principles of Flight), wo der fachliche Bezug zur späteren Tätigkeit am deutlichsten wird. Grundsätzlich gilt es hier zu beantworten, warum ein Flugzeug fliegt, wie es am besten fliegt und Ähnliches. Diese Grundsatzfragen sind allerdings gar nicht so einfach oder gar eindeutig zu beantworten:

" Here we are, 100 years after the Wright brothers, and there are people who give different answers to that question," said Dr. John D. Anderson Jr., the curator for aerodynamics at the Smithsonian National Air and Space Museum in Washington.

Zufriedenstellend ist dies für einige sicher nicht, wir alle werden später ein Verkehrsflugzeug steuern, doch warum dieses Flugzeug tatsächlich fliegt, kann keiner von uns eindeutig und fehlerfrei erklären. Sicherlich sind auch wir von einigen Theorien mal mehr, mal weniger überzeugt. Vielleicht hilft auch eine Prise davon?
Abgesehen davon gab es letzte Woche noch etwas zu feiern - seit dem letzten Donnerstag sind wir auch nicht mehr der jüngste Kurs an der Schule. Es galt den 414. NFF gebührend zu empfangen, herzlich Willkommen in Bremen, Jungs und Mädels! Auch der nächste Kurs, der 415. NFF, wird sich in Kürze die Ehre geben - nächste Woche ist es bereits so weit, es wird langsam wieder voller an der Schule. Die Zeit vergeht hier wahrlich wie im Fluge, kaum zu glauben, dass wir schon längst mehr als 1 Monat hier verbracht haben... Kommt wahrscheinlich daher, dass kaum Zeit für Langeweile bleibt und wir alle mehr als gut ausgelastet sind - Zeit für den ein oder anderen Volleyball- oder Fußballabend im Rahmen des Public Viewing bleibt uns dennoch. In diesem Sinne blicken wir gespannt auf morgen!