Heute allerdings hatte ich einen freien Tag und da die Lufthansa derzeit ihre neueste Errungenschaft, die Boeing 747-8i, auf einer Werbekampagne durch Deutschland einsetzt, konnte ich den heutigen Tag dazu nutzen, den angekündigten Besuch der "Königin der Lüfte" in Düsseldorf live mitzuverfolgen. Im Folgenden findet Ihr ein paar Eindrücke des heutigen Tages:
Mittwoch, 21. November 2012
Die Königin der Lüfte - Boeing 747-8i
Ein etwas unregelmäßiger Rhythmus hat sich bei mir eingeschlichen, was das Verfassen neuer Posts angeht. Dies liegt zum einen daran, dass es derzeit keinerlei neue Entwicklungen bezüglich meines Schulungsstartes in Bremen gibt - zum anderen ist dies der Tatsache geschuldet, dass ich arbeitsmäßig im Moment recht gut versorgt bin, sodass ich nicht allzu häufig die Zeit finde, ein paar Zeilen für Euch zu schreiben.
Heute allerdings hatte ich einen freien Tag und da die Lufthansa derzeit ihre neueste Errungenschaft, die Boeing 747-8i, auf einer Werbekampagne durch Deutschland einsetzt, konnte ich den heutigen Tag dazu nutzen, den angekündigten Besuch der "Königin der Lüfte" in Düsseldorf live mitzuverfolgen. Im Folgenden findet Ihr ein paar Eindrücke des heutigen Tages:
Heute allerdings hatte ich einen freien Tag und da die Lufthansa derzeit ihre neueste Errungenschaft, die Boeing 747-8i, auf einer Werbekampagne durch Deutschland einsetzt, konnte ich den heutigen Tag dazu nutzen, den angekündigten Besuch der "Königin der Lüfte" in Düsseldorf live mitzuverfolgen. Im Folgenden findet Ihr ein paar Eindrücke des heutigen Tages:
Donnerstag, 1. November 2012
Ein Silberstreif(en) am Horizont
Wie dem ein oder anderen vielleicht aufgefallen sein dürfte, hat sich in den letzten Tagen das Aussehen des Blogs ein wenig verändert. Dies liegt darin begründet, dass es bis zu einem möglichen Lehrgangsstart noch ein wenig dauern wird und ich bis dahin eine angemessene Alternative gefunden habe.
Vor knapp 3 Wochen machte mich eine Bekannte darauf aufmerksam, dass sowohl Lufthansa Cityline, als auch Germanwings derzeit Flugbegleiter suchen. Mit diesem Wissen betrieb ich dann erst einmal ein wenig Recherche und stellte fest, dass ich die Wahl hatte zwischen Köln/Bonn und Stuttgart bei Germanwings oder Frankfurt und München bei der Cityline. Vor dem Hintergrund, dass ich zumindest ein bisschen in der Nähe meiner Familie sein möchte, bewarb ich mich also bei Germanwings für die Station Köln/Bonn. Kurze Zeit später wurde mir bestätigt, dass meine Bewerbung bearbeitet werde und ich in Kürze weitere Informationen erhalte. An dieser Stelle möchte ich einmal kurz den Bewerbungsablauf bei der Germanwings skizzieren:
1. Onlinebewerbung
2. Onlinetest
3. Assessmentcenter
Der gesamte Prozess teilt sich auf drei verschiedene Phasen auf, begonnen bei der Onlinebewerbung. Knapp zwei Tage nach der Bewerbung gibt es eine Rückmeldung per E-Mail, in der auch ein Link zu einem Onlinetest enthalten ist. Dieser Test beinhaltet diverse Fragen zu Geographiekenntnissen, Englisch und Allgemeinwissen, sowie ein wenig Mathematik und beansprucht etwa 20 Minuten Eurer Zeit. Wichtig ist, dass jeder Themenblock eine eigene Zeitbegrenzung von 5 Minuten hat, sodass ein Schummeln mit Google in der Regel nicht möglich sein sollte.
Ist dieser Test beendet, so darf man etwa 4 bis 5 Tage auf ein Ergebnis warten, welches wieder per E-Mail mitgeteilt wird. Sollte der Onlinetest positiv ausgefallen sein, folgt eine Einladung zum Assessmentcenter.
So kam es, dass ich nach meinem erfolgreichen Onlinetest bloß eine Woche warten musste, bis ich am Assessmentcenter in Stuttgart teilnehmen konnte.
Dies bedeutete natürlich für mich, dass ich früh aufstehen musste, da der Beginn für 10:00 Uhr angesetzt war und ich noch entsprechend anreisen musste. So war ich also bereits um 2:30 Uhr auf den Beinen, um die Bahnfahrt - diesmal sogar ohne Komplikationen - antreten zu können. Wie geplant, kam ich um 9:00 Uhr am Hotel an, in dem das Assessment Center stattfinden sollte und traf dort auf zwei Kandidatinnen, die ebenfalls bei der Lufthansa auf den Ausbildungsbeginn oder die Fortführung der Ausbildung warten, was natürlich dann auch reichlich Gesprächsstoff für die einzelnen Pausen bot.
Pünktlich um 10:00 Uhr begann das Assessment Center, zunächst mit einem kleinen Überblick über den Tagesablauf, dann bereits mit dem ersten Test.
Der erste Test ähnelt sehr dem Onlinetest: Auch hier ging es um Geographiekenntnisse und Allgemeinwissen, sowie um Englischkenntnisse, auf die besonders Wert gelegt wird. Der Großteil des Textes läuft über Multiple Choice, lediglich bei Englisch, sowie einem Geographieteil wurden eigene Antworten gefordert. Insgesamt umfasst der Test 5 oder 6 Seiten Din A4, die man innerhalb einer Stunde bearbeiten sollte. Wer früher fertig war, der hatte natürlich dann länger Pause - nicht weiter verwunderlich, dass ich bereits nach 20 Minuten abgegeben habe und damit nicht einmal der Erste war. Dennoch war der Test definitiv mehr als machbar.
Nach diesem Test gab es eine Präsentation über das Unternehmen, während im Nebenraum die Tests ausgewertet wurden - 75% mussten mindestens korrekt sein, um zur nächsten Testrunde antreten zu dürfen. Einige Zeit später lagen die Ergebnisse dann vor, für 5 Kandidaten / Kandidatinnen war der Tag an dieser Stelle bereits vorbei, allerdings hat man im Gegensatz zur Bewerbung als Pilot hier einmal im Jahr die Chance, sich erneut zu bewerben. Vielleicht reicht es also für diese Kandidaten im nächsten Jahr...
Für die übrigen Kandidaten - alle (angehenden) Lufthanseaten waren noch im Rennen - ging es somit in die nächste Runde: Eine Flipchartpräsentation stand an, in der man darlegen sollte, warum man gerne für Germanwings arbeiten wolle. Um die Schwierigkeit ein wenig zu erhöhen, sollte diese Präsentation auf Englisch gehalten werden, Vorbereitungszeit 20 Minuten, maximale Vortragslänge 3 Minuten.
Mit dieser Aufgabenstellung wurden wir dann 20 Minuten alleine gelassen, bevor die Gruppe dann in zwei weitere Gruppen geteilt wurde, damit das Prozedere nicht allzu viel Zeit in Anspruch nahm. Die Präsentation lief in unserer Gruppe für fast jeden wirklich gut, Nervosität ist ganz normal, bloß sollte der Inhalt dann auch stimmig sein und auch auf das Englische wurde Wert gelegt. So kam es, dass nach dieser Testrunde weitere 5 Kandidaten / Kandidatinnen nach Hause fahren mussten, bevor es für den Rest in die letzte und somit entscheidende Runde ging: Die Einzelgespräche standen an und noch immer waren die (angehenden) Flugschüler alle im Rennen.
Wir drei wurden dann auch direkt als erstes in die Einzelgespräche geholt, bevor die anderen Kandidaten sich damit auseinandersetzen durften. Verglichen mit der Firmenqualifikation und dem dortigen Interview war das Einzelgespräch für Germanwings wesentlich harmloser, bereits nach 5 Minuten waren wir wieder entlassen. Nach dem Interview mussten wir dann noch einige Zeit warten, bis alle fertig waren. Anschließend musste sich noch ein weiterer Kandidat verabschieden, bevor der Rest von uns die Zusage bekam.
Im weiteren Verlauf folgte dann noch eine Präsentation zu Gehältern, Schulung, Urlaubstagen, etc., bevor wir alle mit einem kleinen Stapel an Unterlagen entlassen waren - planmäßiger Lehrgangsstart für mich ist der 11. März 2013 und ab dem 03. Mai 2013 soll ich bereits im Liniendienst der Germanwings ab Köln/Bonn fliegen, mit einem hübschen silbernen Streifen auf der Uniform.
Vor knapp 3 Wochen machte mich eine Bekannte darauf aufmerksam, dass sowohl Lufthansa Cityline, als auch Germanwings derzeit Flugbegleiter suchen. Mit diesem Wissen betrieb ich dann erst einmal ein wenig Recherche und stellte fest, dass ich die Wahl hatte zwischen Köln/Bonn und Stuttgart bei Germanwings oder Frankfurt und München bei der Cityline. Vor dem Hintergrund, dass ich zumindest ein bisschen in der Nähe meiner Familie sein möchte, bewarb ich mich also bei Germanwings für die Station Köln/Bonn. Kurze Zeit später wurde mir bestätigt, dass meine Bewerbung bearbeitet werde und ich in Kürze weitere Informationen erhalte. An dieser Stelle möchte ich einmal kurz den Bewerbungsablauf bei der Germanwings skizzieren:
1. Onlinebewerbung
2. Onlinetest
3. Assessmentcenter
Der gesamte Prozess teilt sich auf drei verschiedene Phasen auf, begonnen bei der Onlinebewerbung. Knapp zwei Tage nach der Bewerbung gibt es eine Rückmeldung per E-Mail, in der auch ein Link zu einem Onlinetest enthalten ist. Dieser Test beinhaltet diverse Fragen zu Geographiekenntnissen, Englisch und Allgemeinwissen, sowie ein wenig Mathematik und beansprucht etwa 20 Minuten Eurer Zeit. Wichtig ist, dass jeder Themenblock eine eigene Zeitbegrenzung von 5 Minuten hat, sodass ein Schummeln mit Google in der Regel nicht möglich sein sollte.
Ist dieser Test beendet, so darf man etwa 4 bis 5 Tage auf ein Ergebnis warten, welches wieder per E-Mail mitgeteilt wird. Sollte der Onlinetest positiv ausgefallen sein, folgt eine Einladung zum Assessmentcenter.
So kam es, dass ich nach meinem erfolgreichen Onlinetest bloß eine Woche warten musste, bis ich am Assessmentcenter in Stuttgart teilnehmen konnte.
Dies bedeutete natürlich für mich, dass ich früh aufstehen musste, da der Beginn für 10:00 Uhr angesetzt war und ich noch entsprechend anreisen musste. So war ich also bereits um 2:30 Uhr auf den Beinen, um die Bahnfahrt - diesmal sogar ohne Komplikationen - antreten zu können. Wie geplant, kam ich um 9:00 Uhr am Hotel an, in dem das Assessment Center stattfinden sollte und traf dort auf zwei Kandidatinnen, die ebenfalls bei der Lufthansa auf den Ausbildungsbeginn oder die Fortführung der Ausbildung warten, was natürlich dann auch reichlich Gesprächsstoff für die einzelnen Pausen bot.
Pünktlich um 10:00 Uhr begann das Assessment Center, zunächst mit einem kleinen Überblick über den Tagesablauf, dann bereits mit dem ersten Test.
Der erste Test ähnelt sehr dem Onlinetest: Auch hier ging es um Geographiekenntnisse und Allgemeinwissen, sowie um Englischkenntnisse, auf die besonders Wert gelegt wird. Der Großteil des Textes läuft über Multiple Choice, lediglich bei Englisch, sowie einem Geographieteil wurden eigene Antworten gefordert. Insgesamt umfasst der Test 5 oder 6 Seiten Din A4, die man innerhalb einer Stunde bearbeiten sollte. Wer früher fertig war, der hatte natürlich dann länger Pause - nicht weiter verwunderlich, dass ich bereits nach 20 Minuten abgegeben habe und damit nicht einmal der Erste war. Dennoch war der Test definitiv mehr als machbar.
Nach diesem Test gab es eine Präsentation über das Unternehmen, während im Nebenraum die Tests ausgewertet wurden - 75% mussten mindestens korrekt sein, um zur nächsten Testrunde antreten zu dürfen. Einige Zeit später lagen die Ergebnisse dann vor, für 5 Kandidaten / Kandidatinnen war der Tag an dieser Stelle bereits vorbei, allerdings hat man im Gegensatz zur Bewerbung als Pilot hier einmal im Jahr die Chance, sich erneut zu bewerben. Vielleicht reicht es also für diese Kandidaten im nächsten Jahr...
Für die übrigen Kandidaten - alle (angehenden) Lufthanseaten waren noch im Rennen - ging es somit in die nächste Runde: Eine Flipchartpräsentation stand an, in der man darlegen sollte, warum man gerne für Germanwings arbeiten wolle. Um die Schwierigkeit ein wenig zu erhöhen, sollte diese Präsentation auf Englisch gehalten werden, Vorbereitungszeit 20 Minuten, maximale Vortragslänge 3 Minuten.
Mit dieser Aufgabenstellung wurden wir dann 20 Minuten alleine gelassen, bevor die Gruppe dann in zwei weitere Gruppen geteilt wurde, damit das Prozedere nicht allzu viel Zeit in Anspruch nahm. Die Präsentation lief in unserer Gruppe für fast jeden wirklich gut, Nervosität ist ganz normal, bloß sollte der Inhalt dann auch stimmig sein und auch auf das Englische wurde Wert gelegt. So kam es, dass nach dieser Testrunde weitere 5 Kandidaten / Kandidatinnen nach Hause fahren mussten, bevor es für den Rest in die letzte und somit entscheidende Runde ging: Die Einzelgespräche standen an und noch immer waren die (angehenden) Flugschüler alle im Rennen.
Wir drei wurden dann auch direkt als erstes in die Einzelgespräche geholt, bevor die anderen Kandidaten sich damit auseinandersetzen durften. Verglichen mit der Firmenqualifikation und dem dortigen Interview war das Einzelgespräch für Germanwings wesentlich harmloser, bereits nach 5 Minuten waren wir wieder entlassen. Nach dem Interview mussten wir dann noch einige Zeit warten, bis alle fertig waren. Anschließend musste sich noch ein weiterer Kandidat verabschieden, bevor der Rest von uns die Zusage bekam.
Im weiteren Verlauf folgte dann noch eine Präsentation zu Gehältern, Schulung, Urlaubstagen, etc., bevor wir alle mit einem kleinen Stapel an Unterlagen entlassen waren - planmäßiger Lehrgangsstart für mich ist der 11. März 2013 und ab dem 03. Mai 2013 soll ich bereits im Liniendienst der Germanwings ab Köln/Bonn fliegen, mit einem hübschen silbernen Streifen auf der Uniform.
© Germanwings
Samstag, 13. Oktober 2012
Dunkle Wolken am Lufthansa-Himmel
Eine reißerische Überschrift, die nicht viel Gutes verheißt:
In den letzten Tagen kursierten bereits Gerüchte, in denen es hieß, dass im kommenden Jahr vorerst keine Piloten an der Verkehrsfliegerschule in Bremen für die Lufthansa neu ausgebildet werden sollen. Mit der Briefpost heute früh wurden diese Gerüchte leider bestätigt: Voraussichtlicher Lehrgangsstart für alle positiv getesteten Kandidaten ist derzeit das Jahr 2014.
Vor diesem Hintergrund werden in naher Zukunft wohl nicht allzu viele Informationen den Weg auf meinen Blog finden - dennoch werde ich von Zeit zu Zeit ein paar neue Fotos hier hochladen, um dem Blog zumindest ein bisschen Leben einzuhauchen, bis es dann endlich nach Bremen geht.
- That's it for today -
In den letzten Tagen kursierten bereits Gerüchte, in denen es hieß, dass im kommenden Jahr vorerst keine Piloten an der Verkehrsfliegerschule in Bremen für die Lufthansa neu ausgebildet werden sollen. Mit der Briefpost heute früh wurden diese Gerüchte leider bestätigt: Voraussichtlicher Lehrgangsstart für alle positiv getesteten Kandidaten ist derzeit das Jahr 2014.
Vor diesem Hintergrund werden in naher Zukunft wohl nicht allzu viele Informationen den Weg auf meinen Blog finden - dennoch werde ich von Zeit zu Zeit ein paar neue Fotos hier hochladen, um dem Blog zumindest ein bisschen Leben einzuhauchen, bis es dann endlich nach Bremen geht.
- That's it for today -
Samstag, 6. Oktober 2012
Kurze Randnotiz
Guten Abend zusammen,
ein kurzes Lebenszeichen von mir, nachdem einige Zeit hier etwas Ruhe herrschte:
Nach einem kurzen Urlaub in Tunesien bei bestem Wetter und 40 Grad bin ich nun wieder in der Heimat angekommen und warte auf eine Nachricht aus Bremen, wann mein NFF [Nachwuchsflugzeugführerlehrgang] denn beginnt. Derzeit sieht es wohl noch nach Mai 2013 aus - die endgültige Einteilung erfolgt laut Bremen in der ersten Novemberwoche. In diesem Sinne heißt es wohl "abwarten und Tee trinken", in knapp 4 Wochen weiß ich hoffentlich mehr. Bis dahin: Dranbleiben!
ein kurzes Lebenszeichen von mir, nachdem einige Zeit hier etwas Ruhe herrschte:
Nach einem kurzen Urlaub in Tunesien bei bestem Wetter und 40 Grad bin ich nun wieder in der Heimat angekommen und warte auf eine Nachricht aus Bremen, wann mein NFF [Nachwuchsflugzeugführerlehrgang] denn beginnt. Derzeit sieht es wohl noch nach Mai 2013 aus - die endgültige Einteilung erfolgt laut Bremen in der ersten Novemberwoche. In diesem Sinne heißt es wohl "abwarten und Tee trinken", in knapp 4 Wochen weiß ich hoffentlich mehr. Bis dahin: Dranbleiben!
Mittwoch, 12. September 2012
EDDL - Ein paar Eindrücke aus Düsseldorf
Bisher gibt es noch nichts Nennenswertes zu berichten, sodass ich heute die Bilder sprechen lasse. Viel Spaß mit ein paar Eindrücken des Düsseldorfer Flughafens!
Dienstag, 4. September 2012
Das Medical - Hürde Nummer 3
Das Besteher-Schreiben in den Händen und noch immer völlig euphorisiert kümmerte ich mich so schnell wie möglich um einen Termin für das Medical, um auch diese letzte Hürde möglichst zeitnah hinter mich bringen zu können. Letztendlich bekam ich dann auch einen Termin, der noch vor meinen Erwartungen lag, es sollte der 18. Juli werden. Mit der telefonischen Bestätigung wurde ich dann auch gebeten, einige Formulare, die in den kommenden Tagen per Post kommen sollten, auszufüllen und nach Bremen zu schicken oder sogar zum Medical nach Frankfurt mitzunehmen. So kam es, dass bereits am nächsten Tag ein recht dicker Umschlag der Lufthansa im Briefkasten lag und ich dadurch bedingt einiges an Papierkram zu erledigen hatte.
Mit dieser Vorarbeit begann dann auch die Planung von An- und Abreise nach Frankfurt, die sich dann doch als relativ tückisch herausstellte. Wir sollten uns zwischen halb acht und 8:00 Uhr an der Lufthansa-Basis in Frankfurt einfinden, allerdings ohne Auto, da durch ärztlich bedingte Pupillenerweiterung das Führen von Kraftfahrzeugen für die nächsten 24 Stunden nicht möglich sei. Nächstes Problem: Der ICE wäre erst um 7:35 Uhr in Frankfurt gewesen. Was blieb mir also anderes übrig, als zu fliegen, wenn ich pünktlich kommen wollte? Gegen das Fliegen selber hatte ich natürlich überhaupt nichts, bloß die Preise für relativ spontane Buchungen sind ein wenig teuer, aber was soll's?
Somit ging es dann am 18. Juli morgens um kurz nach 6:00 Uhr mit der Lufthansa nach Frankfurt, zu meinem Glück wieder mit Pilotenperspektive - ein Ausblick, der gerade bei bestem Wetter und um diese Uhrzeit so manches Herz höher schlagen lässt. Am Frankfurter Flughafen hatte ich mich dann mit einem weiteren Kandidaten verabredet und gemeinsam ging es dann zum medizinischen Dienst der Lufthansa, um sich der letzten Hürde des Auswahlprozesses zu stellen. Dort erhielten wir dann zum allerersten Mal unseren eigenen Lufthansa-Ausweis, wenn auch nur als Besucher und nur für diesen Tag...
Relativ zügig wurde uns dann auch der Tagesablauf skizziert: Jeder von uns wurde mit einem "Laufzettel" ausgestattet, auf dem knapp 10 verschiedene ärztliche Stationen aufgeführt waren, die wir zu durchlaufen hatten. Alle Ergebnisse wurden dann in einer beiliegenden Mappe gesammelt, die beim Verlassen des Geländes am Empfang abgegeben werden sollte.
Zuallererst ging es für uns zum Labor, wo wir Haare, Blut und Wasser lassen durften - man hat danach übrigens keine drei kahlen Stellen am Kopf, wie es ganz gerne mal erzählt wird. Anschließend ging es für mich direkt zum EEG, der Hirnstrommessung. Mit einem tollen Elektrodenhelm ausgestattet sitzt man knapp 20 Minuten im Dunkeln und soll abwechselnd ruhig atmen und hyperventilieren. Darüber hinaus bekommt man gegen Ende auch noch ein Stroboskop vor die Augen gehalten, sodass es gar nicht mal so einfach ist, "ganz ruhig", wie die nette Dame immer sagte, zu bleiben. Im Anschluss daran ging es dann zum ersten Sehtest, dem räumlichen Sehen - ein Test, nachdem man erst einmal überall rote Punkte sieht, da man knapp 10 Minuten irgendwelchen roten Punkten hinterherklickt. Darauf folgte der erste Besuch bei der Augenärztin, bevor es wieder zurück in den Warteraum ging. Hier folgte nun der Teil, vor dem ich den größten Respekt hatte: Die Augen sollten getropft werden, bevor weitere Augenuntersuchungen durchgeführt werden sollten. Zwischen den einzelnen Tropfintervallen ging es dann für mich noch zur Begutachtung durch den Fliegerarzt, sowie zum Hörtest. Da man zwischendrin natürlich auch mal gerne etwas trinken oder essen wollte, bat ich eine der Schwestern um Rat, wo man sich am ehesten mit Getränken eindecken konnte, schließlich durfte ich im Flugzeug ja keine Flüssigkeiten mitführen. So kam es, dass ich an einen Getränkeautomaten verwiesen wurde. Dies war womöglich die lustigste Situation während des gesamten Medicals, da man mit getropften Augen natürlich überhaupt nicht mehr klar sehen, geschweige denn lesen konnte, doch auch mit dieser Herausforderung wurde ich fertig. Man wirft einfach immer ein wenig Geld in den Automaten und drückt auf das gewünschte Getränk - irgendwann wird schon genug Geld eingeworfen worden sein, um ein Getränk zu erhalten. Ich weiß allerdings bis heute nicht, wie viel Geld die Cola dort gekostet hat, schließlich konnte ich ja nicht einmal mein Kleingeld erkennen. Fakt war jedoch, dass ich dann endlich etwas trinken konnte...
Anschließend ging es dann also erneut zur Augenärztin, wo noch einige Untersuchungen gemacht wurde und mir zum Abschluss dort gesagt wurde, dass an meinen Augen nichts auszusetzen sei. Jetzt standen also nur noch der Besuch bei der HNO-Ärztin und das Belastungs-EKG, sowie das Drogenfreiheitsgespräch aus, bevor auch das Medical für mich gelaufen war. Nach ein paar Gleichgewichtsübungen, simuliertem Druckausgleich, ein paar Umdrehungen auf dem Fahrrad und dem Gespräch über Alkohol- und Drogenkonsum war es dann so weit: Mit einem guten Gefühl und dem mündlichen "Ok" waren wir entlassen, der schriftliche Bescheid sollte in 3-5 Wochen folgen, da die Blutanalyse, die Haaranalyse, sowie der HIV-Test noch ausgewertet werden musste.
Nach einem gemeinsamen Essen trennten sich dann unsere Wege am Flughafen: Für mich ging es pünktlich per Flugzeug zurück nach Düsseldorf, die anderen zwei Kandidaten, beide für den ILST-Studiengang der Lufthansa vorgemerkt, traten den Rückweg per Bahn, bzw. Mitfahrgelegenheit an.
Nach exakt zwei Wochen kam bereits Post von der Lufthansa: Medical bestanden, geplanter Schulungsbeginn ist im Mai 2013. Weitere Details sollten im Oktober folgen, wenn die Planungen für das kommende Jahr abgeschlossen sind. Mal schauen, wie und wann es dann für mich weitergeht...
In diesem Sinne schließe ich mit diesem Beitrag die Akte des Auswahlprozesses und warte nun sehnsüchtig auf Oktober, wenn endlich ein Datum für den Lehrgangsstart feststeht.
Vielleicht weiß ich ja bereits nach meinem Urlaub mehr...
Happy landings!
Mit dieser Vorarbeit begann dann auch die Planung von An- und Abreise nach Frankfurt, die sich dann doch als relativ tückisch herausstellte. Wir sollten uns zwischen halb acht und 8:00 Uhr an der Lufthansa-Basis in Frankfurt einfinden, allerdings ohne Auto, da durch ärztlich bedingte Pupillenerweiterung das Führen von Kraftfahrzeugen für die nächsten 24 Stunden nicht möglich sei. Nächstes Problem: Der ICE wäre erst um 7:35 Uhr in Frankfurt gewesen. Was blieb mir also anderes übrig, als zu fliegen, wenn ich pünktlich kommen wollte? Gegen das Fliegen selber hatte ich natürlich überhaupt nichts, bloß die Preise für relativ spontane Buchungen sind ein wenig teuer, aber was soll's?
Somit ging es dann am 18. Juli morgens um kurz nach 6:00 Uhr mit der Lufthansa nach Frankfurt, zu meinem Glück wieder mit Pilotenperspektive - ein Ausblick, der gerade bei bestem Wetter und um diese Uhrzeit so manches Herz höher schlagen lässt. Am Frankfurter Flughafen hatte ich mich dann mit einem weiteren Kandidaten verabredet und gemeinsam ging es dann zum medizinischen Dienst der Lufthansa, um sich der letzten Hürde des Auswahlprozesses zu stellen. Dort erhielten wir dann zum allerersten Mal unseren eigenen Lufthansa-Ausweis, wenn auch nur als Besucher und nur für diesen Tag...
Relativ zügig wurde uns dann auch der Tagesablauf skizziert: Jeder von uns wurde mit einem "Laufzettel" ausgestattet, auf dem knapp 10 verschiedene ärztliche Stationen aufgeführt waren, die wir zu durchlaufen hatten. Alle Ergebnisse wurden dann in einer beiliegenden Mappe gesammelt, die beim Verlassen des Geländes am Empfang abgegeben werden sollte.
Zuallererst ging es für uns zum Labor, wo wir Haare, Blut und Wasser lassen durften - man hat danach übrigens keine drei kahlen Stellen am Kopf, wie es ganz gerne mal erzählt wird. Anschließend ging es für mich direkt zum EEG, der Hirnstrommessung. Mit einem tollen Elektrodenhelm ausgestattet sitzt man knapp 20 Minuten im Dunkeln und soll abwechselnd ruhig atmen und hyperventilieren. Darüber hinaus bekommt man gegen Ende auch noch ein Stroboskop vor die Augen gehalten, sodass es gar nicht mal so einfach ist, "ganz ruhig", wie die nette Dame immer sagte, zu bleiben. Im Anschluss daran ging es dann zum ersten Sehtest, dem räumlichen Sehen - ein Test, nachdem man erst einmal überall rote Punkte sieht, da man knapp 10 Minuten irgendwelchen roten Punkten hinterherklickt. Darauf folgte der erste Besuch bei der Augenärztin, bevor es wieder zurück in den Warteraum ging. Hier folgte nun der Teil, vor dem ich den größten Respekt hatte: Die Augen sollten getropft werden, bevor weitere Augenuntersuchungen durchgeführt werden sollten. Zwischen den einzelnen Tropfintervallen ging es dann für mich noch zur Begutachtung durch den Fliegerarzt, sowie zum Hörtest. Da man zwischendrin natürlich auch mal gerne etwas trinken oder essen wollte, bat ich eine der Schwestern um Rat, wo man sich am ehesten mit Getränken eindecken konnte, schließlich durfte ich im Flugzeug ja keine Flüssigkeiten mitführen. So kam es, dass ich an einen Getränkeautomaten verwiesen wurde. Dies war womöglich die lustigste Situation während des gesamten Medicals, da man mit getropften Augen natürlich überhaupt nicht mehr klar sehen, geschweige denn lesen konnte, doch auch mit dieser Herausforderung wurde ich fertig. Man wirft einfach immer ein wenig Geld in den Automaten und drückt auf das gewünschte Getränk - irgendwann wird schon genug Geld eingeworfen worden sein, um ein Getränk zu erhalten. Ich weiß allerdings bis heute nicht, wie viel Geld die Cola dort gekostet hat, schließlich konnte ich ja nicht einmal mein Kleingeld erkennen. Fakt war jedoch, dass ich dann endlich etwas trinken konnte...
Anschließend ging es dann also erneut zur Augenärztin, wo noch einige Untersuchungen gemacht wurde und mir zum Abschluss dort gesagt wurde, dass an meinen Augen nichts auszusetzen sei. Jetzt standen also nur noch der Besuch bei der HNO-Ärztin und das Belastungs-EKG, sowie das Drogenfreiheitsgespräch aus, bevor auch das Medical für mich gelaufen war. Nach ein paar Gleichgewichtsübungen, simuliertem Druckausgleich, ein paar Umdrehungen auf dem Fahrrad und dem Gespräch über Alkohol- und Drogenkonsum war es dann so weit: Mit einem guten Gefühl und dem mündlichen "Ok" waren wir entlassen, der schriftliche Bescheid sollte in 3-5 Wochen folgen, da die Blutanalyse, die Haaranalyse, sowie der HIV-Test noch ausgewertet werden musste.
Nach einem gemeinsamen Essen trennten sich dann unsere Wege am Flughafen: Für mich ging es pünktlich per Flugzeug zurück nach Düsseldorf, die anderen zwei Kandidaten, beide für den ILST-Studiengang der Lufthansa vorgemerkt, traten den Rückweg per Bahn, bzw. Mitfahrgelegenheit an.
Nach exakt zwei Wochen kam bereits Post von der Lufthansa: Medical bestanden, geplanter Schulungsbeginn ist im Mai 2013. Weitere Details sollten im Oktober folgen, wenn die Planungen für das kommende Jahr abgeschlossen sind. Mal schauen, wie und wann es dann für mich weitergeht...
In diesem Sinne schließe ich mit diesem Beitrag die Akte des Auswahlprozesses und warte nun sehnsüchtig auf Oktober, wenn endlich ein Datum für den Lehrgangsstart feststeht.
Vielleicht weiß ich ja bereits nach meinem Urlaub mehr...
Happy landings!
Mittwoch, 29. August 2012
Fliegerische Eindrücke
Nachdem heute das Wetter ganz hervorragend war, bestand für mich wieder einmal die Möglichkeit, mit einem guten Freund und gleichzeitig auch zukünftigen WG-Mitbewohner in Bremen in die Lüfte zu kommen. Auch, wenn die Flugzeit mit einer Stunde recht knapp bemessen war, gelang es mir doch, einige sehenswerte Eindrücke festzuhalten. Viel Spaß damit!
Unsere Maschine - eine Remos GX
Beech Bonanza
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Die alte Schule in Sicht - Thomaeum
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