Wie bereits im letzten Beitrag angekündigt, steht mittlerweile ein Kursstart für den 413. NFF (Nachwuchsflugzeugführerlehrgang) an der LFT (Lufthansa Flight Training) in Bremen fest - am 20.05.2014 geht es endlich los!
Mit dem Erhalt der Verträge beim 411. NFF, der als erster Kurs dieses Jahr in Bremen beginnen wird, hat die Durststrecke, die durch die Aussetzung der Schulung seit September 2012 hervorgerufen wurde, endlich ein Ende und eine neue Ära beginnt. Damit einher geht auch eine gewisse Endgültigkeit, mit der das Ende meiner Zeit bei Germanwings in der Kabine immer näher rückt. Bedingt durch die übliche Kündigungsfrist von 3 Monaten war es bei mir Mitte Januar so weit, dass ich meine Kündigung zum 30. April dieses Jahres eingereicht habe - die Kündigungsbestätigung kam wenige Tage später. Von nun bleiben mir also noch gut 3 Monate im Unternehmen, davon 2,5 im Fliegeralltag, da ich ab Mitte April noch 2 Wochen Urlaub habe, die genutzt werden wollen, bevor ich meinen Crewausweis vorerst zurückgebe.
Die letzte Zeit hier in Köln will natürlich noch fleißig genutzt werden. So kam es, dass es Anfang Januar noch für 3 Tage nach London ging - gemeinsam mit meinem Mitbewohner und gleichzeitig auch Kurskollegen in Bremen, sowie meinem Bruder. Bei bestem Wetter haben wir die Gelegenheit beim Schopf gepackt und 3 freie Tage für das "Sightseeing" in London genutzt - im Folgenden ein paar Bilder:
Das Hotel in Waterloo bot eine perfekte Ausgangslage, um London ausschließlich zu Fuß erkunden zu können - bei diesem Wetter natürlich herrlich! Dennoch haben wir es uns natürlich auch nicht nehmen lassen, am 2. Tag mal einen der typischen Londoner Busse zu testen...
Zurück aus London hielt die Arbeit jedoch wieder Einzug und es wurde munter geflogen - manchmal zumindest. Dank meinem großzügigen Dienstplan blieb mit 14 freien Tagen genügend Zeit für andere Dinge. Ende des Monats stand auch, wie im letzten Beitrag schon einmal angedeutet, mein Recurrent (= Training) an, welches meine Legalität für den fliegerischen Dienst aufrechterhalten sollte. Zwei Tage ging es wieder nach Köln-Gremberghoven ins Schulungszentrum der Germanwings, um die Verfahren für Erste Hilfe, Safety- & Emergency Procedures, Feuerbekämpfung und Crew Ressource Management noch einmal aufzufrischen. Am zweiten Tag stand der Test an, der sicherstellen sollte,
dass jeder in der Lage ist, dieses Wissen auch richtig anzuwenden. 80% Richtigkeit war die Hürde, die genommen werden musste, sofern man nicht für den fliegerischen Dienst gesperrt werden wollte, um nachzuarbeiten. Nach 30 Fragen im schriftlichen Teil und einem Evakuierungsszenario, welches wir natürlich auch erfolgreich gemeistert haben, war das Recurrent auch schon wieder vorbei und wir für ein weiteres Jahr "legal" - auch, wenn es bei mir natürlich nur noch 3 Monate sind. Das nächste Training dieser Art steht dann erst wieder an, wenn es irgendwann wieder in den Liniendienst zurück geht - dann natürlich mit 2 Streifen mehr als bisher. Bis dahin wird allerdings natürlich noch etwas Zeit vergehen, sodass der nächste große Schritt in nächster Zeit erst einmal die Vertragsunterzeichnung für die Pilotenschulung sein wird. In gut 3 Wochen dürfte es dann endlich so weit sein, sodass damit das Kapitel "Wartezeit" sich in großen Schritten dem Ende nähert. Dann steht auch wieder die nächste Wohnungssuche an, bevor es mit Sack und Pack in den hohen Norden nach Bremen geht, um wieder die Schulbank zu drücken.
Es bleibt also spannend - mal sehen, was die restliche Zeit bei Germanwings noch so mit sich bringt!
Samstag, 1. Februar 2014
Freitag, 27. Dezember 2013
Bali, Dezember und Ausblick auf 2014
'n Abend zusammen,
ich hoffe, Ihr habt alle erholsame Weihnachtstage im Kreise der Familien und Liebsten verbracht! Auch ich habe die letzten Tage daheim genossen und bin auch bis dato noch verhältnismäßig viel geflogen, sodass ich jetzt erst dazu komme, wieder einmal zu bloggen. Es besteht jedenfalls mittlerweile großer Aufholbedarf, sodass ich nicht lange um den heißen Brei reden mag.
Mit dem letzten Post habe ich mich ja für zwei Wochen in den wohlverdienten Urlaub verabschiedet. So kam es, dass ich am Nachmittag des 10. Novembers bereits auf dem Weg nach Frankfurt war, einen großen Koffer im Schlepptau. Gemeinsam mit einem guten Freund und Kollegen sollte es nach Bali gehen - zunächst von Frankfurt nach Singapur mit unserer lieben Konzernmutter und von dort aus weiter nach Denpasar auf Bali mit JetStar Asia. In Frankfurt angekommen konnte ich mir relativ schnell die Chance auf die Business-Class aus dem Kopf schlagen - ausgebucht! Tjoa, fliegen wir eben Economy - so ist das bei Standby-Tickets, aber auch kein Problem! Den Flug haben wir dann mit dem Lufthansa-Flaggschiff, der A380 angetreten:
Kurz und knapp: Ein sehr ruhiger Flug mit einer sehr netten Crew und das Flugzeug ist wirklich toll!
Angekommen in Singapur ging dann das Gerenne los - 1:10h von der Landung bis zum Start des Anschlussfluges hatten wir Zeit. Grundsätzlich kein Problem - das Problem bestand eher darin, dass wir die Flüge nicht als "Connecting Flights" buchen konnten. Übersetzt hieß das Ganze, dass wir erst einmal die Koffer in Empfang nehmen mussten, Einreiseprozedur in Singapur durchlaufen, Terminal wechseln, Gepäck wieder aufgeben, Ausreiseprozedur durchlaufen (übrigens sind die Blicke der Beamten dort sehr amüsant, wenn Einreisedatum = Ausreisedatum ist!) und dann noch einmal durch die Sicherheit. All dies in 1:10h zu absolvieren stellt wirklich ein anspruchsvolles Programm dar, vor allem, wenn man sich am Flughafen absolut gar nicht auskennt, aber hey - wir haben es tatsächlich geschafft!
Auf Bali wurden wir dann bereits am Flughafen erwartet und zu unserem Haus gebracht, was die nächsten zwei Wochen unsere Unterkunft werden sollte - Pool inklusive! Nach einem kurzen Abendessen sind wir dann mehr oder weniger erschlagen ins Bett gefallen. Am nächsten Tag standen morgens dann bereits zwei Kolleginnen bei uns vor der Türe, von denen wir wussten, dass sie auch etwa zur selben Zeit auf Bali sind - dass ihr Hotel dann nur gut 5 Minuten von uns entfernt lag, war natürlich dann ein glücklicher Zufall! Sämtliche Urlaubsdetails spare ich an dieser Stelle aus, das würde den Rahmen sprengen, also bloß die Kurzfassung unseres Programms:
Strand, Elefantenfarm, Tempelanlagen, City-Touren, ein 3-Tages-Ausflug nach Gili Travangan und der ein oder andere Shopping-Tag standen auf der Tagesordnung - in der Regel immer gemeinsam mit den Kolleginnen. Wir kannten uns übrigens vorher überhaupt nicht, beziehungsweise nur von der Flugzeugübergabe - durch den gemeinsamen Urlaub sind wir mittlerweile mehr als gute Freunde geworden. Im Folgenden ein paar Fotos von unserer Zeit auf Bali:
Wie immer bei solch einem Urlaub, war auch dieser zeitlich wirklich viel zu kurz. Es gab noch so viel, was man hätte unternehmen können und sehen wollen - dafür hätte es allerdings noch etwas mehr Zeit gebraucht. Es war jedenfalls ein wunderschöner Urlaub, der nicht zuletzt durch die Leute zu ebensolchem wurde - vielen Dank also an Daniel, Ada, Caro und Saskia! Besonderer Dank natürlich an Marko, der durch diverse Kontakte und Insider-Tipps einen Großteil dazu beigetragen hat! Ich verweise an dieser Stelle auch an seine Organisation GoBali, die Auslandssemester auf Bali an Studenten vermittelt - ich für meinen Teil kann nur betonen, dass Bali eine Reise mehr als wert ist. Sollte der ein oder andere sich also dafür interessieren, kann ich Euch das nur wärmstens empfehlen!
Aus dem Urlaub zurück ging es bereits zwei Tage später wieder an die Arbeit - der Plan für Dezember war auch bereits veröffentlicht. 1. und 2. Weihnachtstag geplant frei, wie ich es mir gewünscht hatte, Reserve an Heiligabend, Reserve an Silvester und alles andere war mir ja soweit erst einmal egal.
Ein paar Tage vor Weihnachten durfte ich dann erfahren, dass meine Hoffnungen auf einen freien Heiligabend im Kreis der Familie dahin waren - eine Kollegin fiel aus und ich durfte 1x nach Fuerteventura und zurück, 6:00 Uhr Check-In, geplanter Feierabend 17:00 Uhr. Nun gut, ändern konnte ich daran jetzt nicht wirklich was, auch, wenn meine Begeisterung sich verständlicherweise in Grenzen hielt - ich habe jedenfalls das Beste draus gemacht. Wenigstens konnte ich im Anschluss dennoch heimfahren, ohne großartig was vom Weihnachtsessen daheim zu verpassen. Nach 3 Tagen im Kreis der Familie ruft ab morgen dann jedoch wieder die Arbeit, 1x Griechenland und zurück - ich freu' mich jedenfalls schon, was zum Großteil an der Crew morgen liegt.
Mal sehen, was mich diese Woche noch so erwartet - 2 Reserven sind noch offen (30.12. und Silvester), Neujahr hingegen muss ich fliegen. Das war der Deal, da ich schließlich Weihnachten frei hatte - faire Sache für alle Beteiligten, denke ich!
Der Januar dürfte dann allerdings auch etwas ruhiger werden, 12 geplante Einsätze und 2 Tage Recurrent (Training) stehen an, zuzüglich zu 5 Reserven - mal schauen, was sich da noch ergibt. Für's erste bin ich mit dem Plan mehr als zufrieden, schließlich habe ich ausnahmslos alle Wünsche für meinen Plan erfüllt bekommen - danke, liebe Crewplanung!
Bis zum Kursstart bei Lufthansa sind es nun noch knapp 5 Monate, neuer Kursstart ist nun der 20.05.2014 - der Kurs mit 14 Männlein und einem Weiblein nun auch vollständig gefüllt. Daraus ergibt sich für mich, dass ich voraussichtlich zum 30.04. mein Fliegerdasein vorerst wieder aufgeben werde, wie ich es derzeit führe und fortan wieder die Schulbank drücken darf. Ich freue mich jedenfalls riesig darauf, auch, wenn die Zeit bei der Germanwings bisher wirklich eine Menge Spaß gemacht hat und sicherlich auch noch bis zum Ende hier Spaß machen wird! Ich möchte diese Erfahrung jedenfalls nicht mehr missen und empfehle jedem, der vor der Pilotenschulung Wartezeit hat, diese Erfahrung mitzunehmen - es lohnt sich!
In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern schon jetzt einen guten Übergang und ein erfolgreiches, neues Jahr 2014! Anregungen, Kritik und Lob sind selbstverständlich wie immer gerne gesehen!
Bis zum nächsten Mal!
Dominic
ich hoffe, Ihr habt alle erholsame Weihnachtstage im Kreise der Familien und Liebsten verbracht! Auch ich habe die letzten Tage daheim genossen und bin auch bis dato noch verhältnismäßig viel geflogen, sodass ich jetzt erst dazu komme, wieder einmal zu bloggen. Es besteht jedenfalls mittlerweile großer Aufholbedarf, sodass ich nicht lange um den heißen Brei reden mag.
Mit dem letzten Post habe ich mich ja für zwei Wochen in den wohlverdienten Urlaub verabschiedet. So kam es, dass ich am Nachmittag des 10. Novembers bereits auf dem Weg nach Frankfurt war, einen großen Koffer im Schlepptau. Gemeinsam mit einem guten Freund und Kollegen sollte es nach Bali gehen - zunächst von Frankfurt nach Singapur mit unserer lieben Konzernmutter und von dort aus weiter nach Denpasar auf Bali mit JetStar Asia. In Frankfurt angekommen konnte ich mir relativ schnell die Chance auf die Business-Class aus dem Kopf schlagen - ausgebucht! Tjoa, fliegen wir eben Economy - so ist das bei Standby-Tickets, aber auch kein Problem! Den Flug haben wir dann mit dem Lufthansa-Flaggschiff, der A380 angetreten:
Kurz und knapp: Ein sehr ruhiger Flug mit einer sehr netten Crew und das Flugzeug ist wirklich toll!
Angekommen in Singapur ging dann das Gerenne los - 1:10h von der Landung bis zum Start des Anschlussfluges hatten wir Zeit. Grundsätzlich kein Problem - das Problem bestand eher darin, dass wir die Flüge nicht als "Connecting Flights" buchen konnten. Übersetzt hieß das Ganze, dass wir erst einmal die Koffer in Empfang nehmen mussten, Einreiseprozedur in Singapur durchlaufen, Terminal wechseln, Gepäck wieder aufgeben, Ausreiseprozedur durchlaufen (übrigens sind die Blicke der Beamten dort sehr amüsant, wenn Einreisedatum = Ausreisedatum ist!) und dann noch einmal durch die Sicherheit. All dies in 1:10h zu absolvieren stellt wirklich ein anspruchsvolles Programm dar, vor allem, wenn man sich am Flughafen absolut gar nicht auskennt, aber hey - wir haben es tatsächlich geschafft!
Auf Bali wurden wir dann bereits am Flughafen erwartet und zu unserem Haus gebracht, was die nächsten zwei Wochen unsere Unterkunft werden sollte - Pool inklusive! Nach einem kurzen Abendessen sind wir dann mehr oder weniger erschlagen ins Bett gefallen. Am nächsten Tag standen morgens dann bereits zwei Kolleginnen bei uns vor der Türe, von denen wir wussten, dass sie auch etwa zur selben Zeit auf Bali sind - dass ihr Hotel dann nur gut 5 Minuten von uns entfernt lag, war natürlich dann ein glücklicher Zufall! Sämtliche Urlaubsdetails spare ich an dieser Stelle aus, das würde den Rahmen sprengen, also bloß die Kurzfassung unseres Programms:
Strand, Elefantenfarm, Tempelanlagen, City-Touren, ein 3-Tages-Ausflug nach Gili Travangan und der ein oder andere Shopping-Tag standen auf der Tagesordnung - in der Regel immer gemeinsam mit den Kolleginnen. Wir kannten uns übrigens vorher überhaupt nicht, beziehungsweise nur von der Flugzeugübergabe - durch den gemeinsamen Urlaub sind wir mittlerweile mehr als gute Freunde geworden. Im Folgenden ein paar Fotos von unserer Zeit auf Bali:
Wie immer bei solch einem Urlaub, war auch dieser zeitlich wirklich viel zu kurz. Es gab noch so viel, was man hätte unternehmen können und sehen wollen - dafür hätte es allerdings noch etwas mehr Zeit gebraucht. Es war jedenfalls ein wunderschöner Urlaub, der nicht zuletzt durch die Leute zu ebensolchem wurde - vielen Dank also an Daniel, Ada, Caro und Saskia! Besonderer Dank natürlich an Marko, der durch diverse Kontakte und Insider-Tipps einen Großteil dazu beigetragen hat! Ich verweise an dieser Stelle auch an seine Organisation GoBali, die Auslandssemester auf Bali an Studenten vermittelt - ich für meinen Teil kann nur betonen, dass Bali eine Reise mehr als wert ist. Sollte der ein oder andere sich also dafür interessieren, kann ich Euch das nur wärmstens empfehlen!
Aus dem Urlaub zurück ging es bereits zwei Tage später wieder an die Arbeit - der Plan für Dezember war auch bereits veröffentlicht. 1. und 2. Weihnachtstag geplant frei, wie ich es mir gewünscht hatte, Reserve an Heiligabend, Reserve an Silvester und alles andere war mir ja soweit erst einmal egal.
Ein paar Tage vor Weihnachten durfte ich dann erfahren, dass meine Hoffnungen auf einen freien Heiligabend im Kreis der Familie dahin waren - eine Kollegin fiel aus und ich durfte 1x nach Fuerteventura und zurück, 6:00 Uhr Check-In, geplanter Feierabend 17:00 Uhr. Nun gut, ändern konnte ich daran jetzt nicht wirklich was, auch, wenn meine Begeisterung sich verständlicherweise in Grenzen hielt - ich habe jedenfalls das Beste draus gemacht. Wenigstens konnte ich im Anschluss dennoch heimfahren, ohne großartig was vom Weihnachtsessen daheim zu verpassen. Nach 3 Tagen im Kreis der Familie ruft ab morgen dann jedoch wieder die Arbeit, 1x Griechenland und zurück - ich freu' mich jedenfalls schon, was zum Großteil an der Crew morgen liegt.
Mal sehen, was mich diese Woche noch so erwartet - 2 Reserven sind noch offen (30.12. und Silvester), Neujahr hingegen muss ich fliegen. Das war der Deal, da ich schließlich Weihnachten frei hatte - faire Sache für alle Beteiligten, denke ich!
Der Januar dürfte dann allerdings auch etwas ruhiger werden, 12 geplante Einsätze und 2 Tage Recurrent (Training) stehen an, zuzüglich zu 5 Reserven - mal schauen, was sich da noch ergibt. Für's erste bin ich mit dem Plan mehr als zufrieden, schließlich habe ich ausnahmslos alle Wünsche für meinen Plan erfüllt bekommen - danke, liebe Crewplanung!
Bis zum Kursstart bei Lufthansa sind es nun noch knapp 5 Monate, neuer Kursstart ist nun der 20.05.2014 - der Kurs mit 14 Männlein und einem Weiblein nun auch vollständig gefüllt. Daraus ergibt sich für mich, dass ich voraussichtlich zum 30.04. mein Fliegerdasein vorerst wieder aufgeben werde, wie ich es derzeit führe und fortan wieder die Schulbank drücken darf. Ich freue mich jedenfalls riesig darauf, auch, wenn die Zeit bei der Germanwings bisher wirklich eine Menge Spaß gemacht hat und sicherlich auch noch bis zum Ende hier Spaß machen wird! Ich möchte diese Erfahrung jedenfalls nicht mehr missen und empfehle jedem, der vor der Pilotenschulung Wartezeit hat, diese Erfahrung mitzunehmen - es lohnt sich!
In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern schon jetzt einen guten Übergang und ein erfolgreiches, neues Jahr 2014! Anregungen, Kritik und Lob sind selbstverständlich wie immer gerne gesehen!
Bis zum nächsten Mal!
Dominic
Donnerstag, 7. November 2013
Ich packe meinen Koffer...
...und nehme mit: Zahnbürste, Kamm, Duschgel & 10.000
weitere Dinge.
Wer kennt es noch aus der Schule? War das nicht ein tolles
Spiel, um die Merkfähigkeit zu trainieren?
Apropos Koffer packen – DAS kann ich in letzter Zeit auch
besonders gut. Nicht nur 1 Hotel darf ich mir von innen ansehen – gleich 3 an
der Zahl sind es. Zunächst ging es Ende Oktober für 5 Tage auf die Außenstation
Hamburg. Außenstation in dem Sinne, dass es nicht mein normaler
Stationierungsort ist, sodass mir vor Ort ein Hotelzimmer gestellt werden muss.
So kam es, dass ich mich nach ein paar Tagen in der Heimat mit gepacktem Koffer
auf in den hohen Norden machte, um in Hamburg auszuhelfen. Natürlich nicht
alleine – offenbar waren bis auf ein paar Leute alle Hamburger Kollegen ausgeflogen,
sodass im Hotel quasi die halbe Firma anzutreffen war. Selbstverständlich im
übertragenen Sinne – es war gut besucht.
Bedingt durch die Tatsache, dass mir für alle 5 Tage
Spätdienst zugeteilt wurde, konnte ich lediglich die Zeit vormittags nutzen, um
etwas zu unternehmen. Bereits im Vorfeld schloss ich mich also mit einem
Kurskollegen kurz und wir vereinbarten eine Werksführung bei Airbus – wenn wir
schon täglich mit deren Flugzeugen arbeiten, musste die Gelegenheit natürlich
genutzt werden, um uns weiteres Hintergrundwissen anzueignen. Gesagt, getan –
1,5h Zugfahrt vom Flughafen bis zum Airbuswerk morgens um 7:00 Uhr sorgten
dafür, dass der Kreislauf langsam wieder in Schwung kam. Dort angekommen ging
es auch recht zügig los – quasi immer eine Handbreit von der Endmontagelinie
der A320-Familie entfernt mit allerlei Erklärungen. Knapp 2,5 Stunden später
ging es dann langsam wieder zurück in Richtung Flughafen – natürlich mit einem
kurzen Zwischenstopp zum Mittagessen. 1x Wien und Return war dann noch angesagt,
bevor unter diesen langen Tag auch ein Schlussstrich gesetzt werden konnte. Am
nächsten Mittag ging es dann nach wohlverdientem Ausschlafen zurück nach Köln,
wo erst einmal wieder ein paar freie Tage anstanden.
Seit heute jedoch bin ich wieder auf Weltreise – also mehr
oder weniger. Zunächst ging es von Köln
1x nach London und zurück, bevor das Proceeding (=Platzierung, dienstliches
Reisen) nach Berlin anstand. Also wieder einmal mit Gepäck im Schlepptau
unterwegs. Davon jedoch nicht genug – die heutige Nacht verbringe ich zwar
unserer schönen Bundeshauptstadt, morgen jedoch geht es zunächst von hier aus
nach Birmingham und zurück, bevor das nächste Proceeding ansteht. Es soll
weiter nach Stuttgart gehen, ins Schwabenland. Auch dort darf ich dann eine
Nacht verbringen, bevor es übermorgen von Stuttgart via Palma, Berlin und
Frankfurt zurück nach Köln geht. Ihr seht, langweilig wird es mir bestimmt
nicht – immerhin darf ich in 3 Tagen 3x den Koffer ein- und wieder auspacken.
Klingt doch spaßig, oder?
Womöglich avanciere ich noch zum Hoteltester – 3 an der Zahl
kann ich ja nun binnen kürzester Zeit selbst testen und für mich persönlich
bewerten (Steigenberger, Radisson Blu & Mövenpick). Mal sehen, welches als
Favorit aus diesem Rennen hervorgeht – frohes Rätselraten!
Bis zum nächsten Eintrag wird es voraussichtlich auch wieder
etwas dauern – ab Sonntag geht es erst einmal für 2 Wochen in den
wohlverdienten Urlaub. Bei dem Sau schönen Wetter kann man die Flucht ins Warme
sicherlich nur schwer nachvollziehen...
Womit wir wieder beim Eingangsthema wären - langsam habe ich den Bogen echt raus!
Auch an der Lufthansa-Front gibt es ebenfalls etwas Neues und
vor allem Erfreuliches zu berichten: 120 Plätze werden nächstes Jahr angeboten –
mich hat es in den 413. NFF verschlagen, der am 29.04.2014 an der LFT in Bremen
beginnen wird! In Worte fassen kann man die Emotionen, die auf den lange
herbeigesehnten Anruf folgten, wohl kaum – denkt Euch Euren Teil! Fakt ist:
Bald geht es los! Man darf also weiter gespannt sein!
Samstag, 7. September 2013
Back @ work!
Auch 2 Wochen Urlaub nehmen irgendwann ein Ende, sodass ich nun bereits seit knapp 3 Wochen wieder geschäftig durch Europa jette. 1 Woche nach Dienstantritt wurde auch der Dienstplan für September veröffentlicht. Mal abgesehen davon, dass von der Crewplanung fast jeder meiner Wünsche umgesetzt wurde (Danke dafür!), ist auch der Rest des Plans mehr als zufriedenstellend. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass dies mein bisher bester Plan ist. Nicht nur, dass mir als passioniertem Langschläfer sehr viele Spätdienste gewährt wurden - ich habe auch noch meine freien Tage so bekommen, wie es gewünscht war - zusätzlich zu einem Flug, der einen Freund von mir in den Urlaub bringen sollte. Diese freien Tage wollen ab übermorgen genutzt werden, um einen Spontanurlaub mit meiner besten Freundin in Mailand zu ermöglichen.
Was die Ziele diesen Monat angeht, fliege ich eigentlich querbeet alles, was wir so im Angebot haben:
Seien es nun die Touristik-Ziele, wie Gran Canaria, Palma und Barcelona, die Business-Strecken, wie Wien, Berlin und London, oder auch mal etwas "ausgefallenere" Strecken, wie Tel Aviv. Tel Aviv und Gran Canaria sind sogar Premieren in "meinem" bisher abgeflogenen Streckennetz. Während Tel Aviv letzte Woche für mich im Plan stand, ging es heute nach Gran Canaria. Beide Ziele zählen zu den längsten Flügen, die wir ab Köln/Bonn anfliegen - erschwerend kommt bei Tel Aviv hinzu, dass es sich dabei um einen Nachtflug handelt. Was Nachtflüge angeht, habe ich ja bereits hier etwas geschrieben - ein Foto kann ich allerdings noch von dieser durchwachten Nacht liefern:
Man sieht - der Arbeitsalltag hat mich wieder. Keinesfalls eine schlechte Sache, Spaß haben wir schließlich auch dabei - die Tatsache, dass es langsam an der Verkehrsfliegerschule in Bremen wieder etwas Bewegung gibt und wir im Oktober dann mit Infos rechnen dürfen, spornt derzeit auch noch weiter an. Warten wir ab, was dabei herauskommt. That's it for today!
Was die Ziele diesen Monat angeht, fliege ich eigentlich querbeet alles, was wir so im Angebot haben:
Seien es nun die Touristik-Ziele, wie Gran Canaria, Palma und Barcelona, die Business-Strecken, wie Wien, Berlin und London, oder auch mal etwas "ausgefallenere" Strecken, wie Tel Aviv. Tel Aviv und Gran Canaria sind sogar Premieren in "meinem" bisher abgeflogenen Streckennetz. Während Tel Aviv letzte Woche für mich im Plan stand, ging es heute nach Gran Canaria. Beide Ziele zählen zu den längsten Flügen, die wir ab Köln/Bonn anfliegen - erschwerend kommt bei Tel Aviv hinzu, dass es sich dabei um einen Nachtflug handelt. Was Nachtflüge angeht, habe ich ja bereits hier etwas geschrieben - ein Foto kann ich allerdings noch von dieser durchwachten Nacht liefern:
Man sieht - der Arbeitsalltag hat mich wieder. Keinesfalls eine schlechte Sache, Spaß haben wir schließlich auch dabei - die Tatsache, dass es langsam an der Verkehrsfliegerschule in Bremen wieder etwas Bewegung gibt und wir im Oktober dann mit Infos rechnen dürfen, spornt derzeit auch noch weiter an. Warten wir ab, was dabei herauskommt. That's it for today!
Montag, 19. August 2013
Sommerpause in Split
Ruhig ist es geworden an der Blogger-Front - insbesondere deshalb, weil ich mich für 2 Wochen dezent aus dem Arbeitsleben zurückgezogen habe. Dies lag maßgeblich daran, dass die Crewplanung uns kurzfristig doch noch Sommerurlaub zugeteilt hatte, der natürlich entsprechend genutzt werden wollte. So kam es dann dazu, dass ich den letzten Bereitschaftsdienst effektiv dazu genutzt habe, Urlaubsplanung zu betreiben. Das Ziel stand auch recht schnell fest - auf Empfehlung mehrerer Kolleginnen und Kollegen sollte es nach Split in Kroatien gehen. Gesagt, getan - innerhalb kürzester Zeit waren die Flüge und auch das Hostel gebucht und knapp 10 Tage später stand ich nun gemeinsam mit einem Kollegen morgens in der Frühe am Kölner Flughafen. Schon ungewohnt, mal nicht in Uniform durch die Sicherheitskontrolle zu marschieren...
Nach knapp 1,5 Stunden Flugzeit kamen wir bei sonnigen 28 Grad Celsius morgens gegen 8:00 Uhr in Split an - durchaus eine Temperatur, mit der man arbeiten konnte, verglichen mit den 15 Grad Celsius in Deutschland...
Im Folgenden findet Ihr eine "kleine" Auswahl an Bildern, die ich dort gemacht habe - alles Rohmaterial, also völlig unbearbeitet. Nichtsdestotrotz wage ich zu behaupten, dass durchaus einige wunderschöne Aufnahmen dabei herumgekommen sind, aber seht selbst (Anklicken der Bilder vergrößert diese!):
Nach knapp 1,5 Stunden Flugzeit kamen wir bei sonnigen 28 Grad Celsius morgens gegen 8:00 Uhr in Split an - durchaus eine Temperatur, mit der man arbeiten konnte, verglichen mit den 15 Grad Celsius in Deutschland...
Im Folgenden findet Ihr eine "kleine" Auswahl an Bildern, die ich dort gemacht habe - alles Rohmaterial, also völlig unbearbeitet. Nichtsdestotrotz wage ich zu behaupten, dass durchaus einige wunderschöne Aufnahmen dabei herumgekommen sind, aber seht selbst (Anklicken der Bilder vergrößert diese!):
Nach der Ankunft morgens auf dem Flughafen von Split
Der für Kroatien typische Kiesstrand, sowie
unglaublich klares Meerwasser, welches nicht
durch aufwirbelnden Sand getrübt wird.
Sonnenuntergang nach einem ruhigen Tag am Strand
Wenn man sich nach alternativen Wegen zum Strand
umschaut, kommt es auch durchaus vor, dass man
völlig falsch auskommt. Eine solche Aussicht
entschädigt jedoch meistens dafür.
Blick auf die Promenade von Split -
aufgenommen vom Wasser aus.
- Flight Crew on tour -
Ein kleiner Zwischenstopp des Katamarans zur Erfrischung
im kühlen Nass bot eine willkommene Abwechslung.
Versteckt hinter Mauern und Bäumen lässt sich das
ein oder andere luxuriöse, kroatische Domizil
dennoch ablichten.
Endstation der Katamaran-Tour: Hvar
Hvar City
Typisch für die Altstadt: Kleine, verwinkelte Gassen
mit gemütlichen Cafés und Restaurants
...wie man sieht: Klein, aber fein.
Selten habe ich in einem Hafen (!) so klares Wasser gesehen...
Wer möchte denn zum Strand?!
Ein Beach-Club der gehobenen Klasse
Traumhafter Blick auf den Hafen von Hvar, bevor es
später zurück nach Split ging
Sonnenuntergang in Split
Mit ebendiesem Sonnenuntergang endet auch diese kleine Auswahl an Urlaubsfotos. Ich kann jedenfalls jedem Kroatien und auch Split als Urlaubsziel nur empfehlen - Fragen, Anregungen und Ähnliches sind natürlich jederzeit gerne gesehen!
In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal! Dann wahrscheinlich auch wieder mit etwas mehr News aus der Welt der Aviatik...
Freitag, 26. Juli 2013
Nachtflug-Premiere
"Ich bin noch wach, was ist mit euch?"
So oder so ähnlich könnte die Frage sein, die man sich nach einem Nachtflug stellt. Fakt ist: Nachtflüge sind anstrengend - gerade beim derzeitigen Wetter fällt es unsagbar schwer, sich tatsächlich ins Bett zu legen, wenn man vom ersten Nachtflug kommt, um fit für den Abend und damit den folgenden Nachtflug zu sein. So ging es mir jedenfalls vor 3 Tagen, als ich zum ersten Mal auf einen Nachtflug geplant war. Selbst nach 3 Tagen ist noch etwas Restmüdigkeit zu spüren, sodass der heutige Beitrag vielmehr von Fotos leben wird, als von Berichten. In diesem Sinne also kurz ein paar Details zu den Flügen, anschließend folgen die Fotos...
Tag 1:
21:30 Check-In
22:45 Abflug
3 Stunden Flugzeit hin, 3 Stunden und 20 Minuten Flugzeit zurück
06:25 am Folgetag Feierabend in Köln/Bonn
Tag 2
21:35 Check-In
22:40 Abflug
3 Stunden und 20 Minuten Flugzeit hin, 3 Stunden und 5 Minuten zurück
06:25 Feierabend in Köln/Bonn
Morgens früh gegen 3:45 Uhr zeigt sich bereits die Sonne am Horizont
Kann es etwas Schöneres geben, als einen Sonnenaufgang
ohne störende Wolken zu genießen? Ich wage es zu bezweifeln.
Auf der anderen Seite des Flugzeuges zeigt sich
auch der Mond noch für einige Zeit.
Gegen kurz nach 6 Uhr parken wir unsere Maschine auf dem Vorfeld in Köln/Bonn,
während im Hintergrund die Sonne ihre ersten Strahlen durch die Wolken wirft.
Was das Fotomotiv des Sonnenaufgangs angeht, sind Nachtflüge jedenfalls das Schönste, was einem passieren kann. Die körperlichen Belastungen, insbesondere die Müdigkeit machen einem allerdings schon ein wenig zu schaffen. In diesem Sinne ist es doch ganz gut, dass es bezüglich der Anzahl von Nachtflügen für Crewmitglieder gewisse Restriktionen gibt...
Für heute war es das wieder - nächstes Mal werde ich sicherlich wieder etwas mehr schreiben.
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